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2.04.2007

DRM-freie EMI-Titel im iTunes Store für 1,29 Euro [Update_3]

Der iTunes Store wird als erster Online-Musikhändler EMIs "Premium-Downloads" anbieten. Diese werden im ungeschützten AAC-Format in erheblich besserer Audioqualität für 1,29 Euro pro Titel angeboten werden. Gleichzeitig wird iTunes weiterhin DRM-versehen Titel für 0,99 Euro im Programm halten. Komplette Alben von EMI-Künstlern werden wahlweise in der höheren Qualität und DRM-frei verkauft - ohne Änderung des Preises. Wer seine bereits gekauften EMI-Titel von DRM befreien möchte, kann seine Musik für 0,30 Euro pro Stück "upgraden". Alle Musikvideos von EMI werden künftig im iTunes Store ebenfalls ohne DRM angeboten. EMI-Pressemeldung.
Update: Ab Mai soll das komplette EMI-Angebot in dem neuen DRM-freien Format weltweit im iTunes Store vorliegen, jeweils als 256kbits/s AAC-Datei. Jobs appellierte außerdem an die anderen Major- und Independet-Labels ihre Kataloge ebenfalls ohne Rechtemanagement anzubieten. Nach seiner Prognose wird die Hälfte der derzeit fünf Millionen im iTunes Store verfügbaren Musiktitel bis zum Jahresende völlig DRM-befreit sein.
Update_2: Audiomitschnitt der Pressekonferenz als 11MB MP3, Appleinsider hat mitgetippt.
Update_3: Zur Frage nach einer eventuellen Einbettung von digitalen Wasserzeichen, die u.a. in den Kommentaren aufgeworfen wurde, antwortete EMI auf Nachfrage von ifun.de, dass dies nicht vorgesehen sei. «Letztendlich könne man bei Apple zwar noch mit dem File machen was man wolle, die EMI-Sprecherin ging aber nicht davon aus, dass Apple ein Wasserzeichen implementiere.»

Posted by Leo at 14:27 | Permalink

TrackBack

TrackBack-Adresse für diesen Eintrag:
http://www.typepad.com/t/trackback/1350/17399782

Folgende Weblogs beziehen sich auf DRM-freie EMI-Titel im iTunes Store für 1,29 Euro [Update_3]:

» Man knnte meinen... from Dobschats Weblog
...bei EMI und Apple htte man auf die Wnsche der Kunden gehrt. Doppelte Bitrate und DRMfrei aber bei einzelnen Songs 1,29 statt 0,99, Alben bleiben beim alten Preis. [Mehr erfahren]

verlinkt am 02.04.2007 14:40:43

» 2. April: Tag der digitalen Musikrevolution from kopfkribbeln
Apple Chef Steve Jobs und EMI-Musik haben soeben eine groe Revolution in der digitalen Musikdistribution angekndigt. Alle EMI-Titel werden zuknftig vom digitalen Rechtesystem DRM befreit. In Kombination mit einer hheren Qualit&#... [Mehr erfahren]

verlinkt am 02.04.2007 15:08:51

» Goodbye DRM from web adventures
Jetzt ist es fix: Im iTunes Store wird EMI Musik zukünftig ohne DRM verkauft, allerdings kostet die Tracks um 30 Cent mehr, die Soundqualität soll allerdings auch doppelt so gut sein. Auch Alben und Musikvideos werden ohne DRM ausgeliefert. Ohne das ... [Mehr erfahren]

verlinkt am 02.04.2007 15:14:45

» Die Pseudo-DRM-Befreiung from eayz.net
Ich versteh euch wirklich nicht mehr (und das kann man auch den Kommentaren in meinem Lifestream entnehmen): Da gewähren euch Apple und EMI für einen Aufpreis von 30 Cent ein Recht, das eigentlich selbstverständlich sein sollte - nämlich dass ich ... [Mehr erfahren]

verlinkt am 03.04.2007 13:35:06

Kommentare

1,29 Euro? Der gleiche Spaß für den alten Preis wäre die Sensation gewesen, aber so...

Kommentiert von: Stefan | 2. April 2007; 14:39

Stefan, die 30 cents pro Song machen jetzt nicht den Unterschied zwischen Sensation oder nicht aus. Ich finde es schon bemerkenswert - das koennte eine Kettenreaktion ausloesen.

Kommentiert von: Fab | 2. April 2007; 14:42

Was soll denn nun ein Durchschnitts-Album (10-12 Songs, rd. 50 min) kosten?

Wird das teurer oder bleibt es bei 9,99€?

Kommentiert von: Morten | 2. April 2007; 14:45

Alben bleiben auf 9,99, soweit ich das verstanden habe. Also kein "Upgrade" nötig.

Kommentiert von: kopfkribbeln | 2. April 2007; 14:50

Kaum gibts einen Fortschritt wird schon wieder rumgenörgelt. Stefan: Bist du dir eigentlich bewusst, was für ein Riesenschritt vorwärts EMI da eben beschlossen haben? Offensichtlich nicht.

Bitch bitch, nag nag...

Kommentiert von: D | 2. April 2007; 15:07

Ich sehe das ähnlich wie Stefan – gleicher Preis und einfacher Verzicht auf DRM hätte drin sein müssen. So werde ich als einfacher Musikfan weiterhin diskriminiert, weil ich offenbar eine Piratengebühr gleich mitbezahle. 128 kbit/s reichen mir persönlich auch völlig.
Auch die Beibehaltung des AAC-Formats halte ich für unnötig, warum werden die Songs nicht gleich als MP3 verkauft? So muss ich, wenn ich meine Dateien auf einem MP3-Player ohne "Pod" im Namen abspielen will, die Musik erst umwandeln. Auch nicht bequemer als der bisherige Weg.

Aber was ganz anderes: Wenn ich einen Gutschein habe, der nicht über einen Betrag, sondern über eine Anzahl von Titeln geht - wie man ihn etwa bei Cokefridge bekommt – kriegt man dann dafür auch DRM-freie Lieder oder nicht?

Kommentiert von: Nathanael | 2. April 2007; 15:13

Hauptsache man hat was zum Motzen und macht sich Sorgen über seine Anzahl an Free-Songs.

Aber dass die das gar nicht nötig hatten, DRM zu stoppen will keinem auffallen.

Arme Welt!

Kommentiert von: kopfkribbeln | 2. April 2007; 15:16

"Auch die Beibehaltung des AAC-Formats halte ich für unnötig, warum werden die Songs nicht gleich als MP3 verkauft?"

AAC ist ein standard. sollen sich die hersteller gefälligst an standards halten.

Kommentiert von: dermattin | 2. April 2007; 15:24

Wo bleibt 'ichkotzab'..

Kommentiert von: sven | 2. April 2007; 15:35

Apple und EMI haben da einen sehr feinen Kompromiss ausgearbeitet, der gleichzeitig ein Testballon ist:

* Viele audiophile Hörer werden die bessere Klangqualität begrüßen und sind gerne bereit, allein dafür mehr Geld auszugeben
* Albumkäufer wie ich freuen sich über mehr Nutzungsrechte zum gleichen Preis
* Wenn sich trotz höheren Preises die Non-DRM-Singles besser verkaufen als die günstigere DRM-Ware, dann ist das ein eindeutiges Singal für alle anderen Labels.

Kommentiert von: Gerrit | 2. April 2007; 16:47

Respekt - ich haette nicht damit gerechnet. Sehr schoene Nachrichten, und ich hoffe, dass es Signalwirkung auf die restliche MI hat...

Kommentiert von: Joerg | 2. April 2007; 17:01

"Glück entsteht im Stirnlappen, Pech im Jammerlappen. Kaum baden wir im Glück, zieht jemand den Stöpsel."

The right to choose. AAC mit DRM, ohne DRM oder CD im Laden.

"Welches Schweinderl haettens den gern?"
"Das mit der rosa Brille!"

Gruss von IceHouse

Kommentiert von: IceHouse | 2. April 2007; 17:08

Hmm die eigentliche Frage ist doch ob sie auch das watermark rausgenommen haben.

Kommentiert von: MK | 2. April 2007; 17:38

Die Rechnung geht auf! Ich zumindest werde ordentlich einkaufen, sobald die neue Regelung da ist – DRM und Qualität waren die einzigen beiden Dinge, die mich vom iTS abgehalten haben!

Super!

Kommentiert von: Basti | 2. April 2007; 17:45

Meine Meinung wurde erfragt, bitte:

Zur unglaubwürdigen Rolle von Steve Jobs bei dieser Veranstaltung zitiere ich mal http://www.heise.de/newsticker/meldung/87754 : "Jobs hatte es im Vorfeld geschickt verstanden, sich mit einem flammenden Plädoyer gegen Digital Rights Management in der Debatte um den von Konsumenten ungeliebten Kopierschutz an eine Entwicklung zu hängen, die auch ohne ihn bereits Fahrt aufgenommen hatte."

Dass EMI Jobs trotzdem eingeladen hat, obwohl sie lange schon DRM-freie Angebote getestet hatten, bevor Jobs überhaupt nachgedacht hat - egal, dafür zocken sie die iTS-Kunden gleich noch ab mit den sehr geschickten 30 Cent.

Der iTS hat sich also den Verbraucherinteressen beim DRM gebeugt, um seine Platzhirschrolle zu verteidigen. Bleibt das Formatproblem, dass iTS und iPod immer noch ein weitgehend geschlossenes System ist. Und meinen Applaus hätten sie allenfalls bekommen, wenn sie zum in jeder Beziehung besten Kompressionsformat überhaupt gewechselt wären: VORBIS (.ogg).

Kommentiert von: ichkotzab | 2. April 2007; 18:21

Endlich.

Kommentiert von: Karsten | 2. April 2007; 18:43

Also meiner Meinung nach sind 30 Cent vollkommen ok. Das sind bei meinen 509 gekauften Songs zwar auch 152,70 Euro, aber dafür kann ich damit machen was ich will. Kaufen und einfach einen Freund schenken oder meiner Freundin geben. Super Sache!
Und dieses Geschreie nach AAC ist doof oder was auch immer ist doch einfach nur dämlich, AAC ist ein Industriestandart und wird von extrem vielen Playern unterstüzt! MP3 ist veraltet und gehört dem Frauenhofer Institut und OGG ist keine Alternative, da es von zuwenigen Playern unterstüzt wird. AAC ist genau das richtige und die Qualität ist endlich mal gut!
Apple hat mal wieder gerochen woher der Wind kommt bevor das Tiefdruckgebiet überhaupt da war. Sehr geschickt! So können die Verbraucherschützer nicht mehr meckern und alle Leute können Musik kaufen, auch wenn sie keinen iPod haben.

Kommentiert von: Philip | 2. April 2007; 19:24

Achja, was wären die Apple-Seiten ohne diese Typen, die immer so zwanghaft beiläufig verlautbaren, wieviele Apfel-Produkte sie sich gekauft haben, mit denen sie dann auch nichts anderes anstellen als diese Botschaft zu verbreiten, und wieviele Songs sie im iTS gekauft haben :-D

Aber am lustigsten ist das Formateargument von Philip, dass zu wenige Player das qualitativ überlegene OpenSource-Format OGG unterstützen, so als wäre das für den Platzhirschen iPod nicht nur ein simples Firmware-Update. Ist aber OK - kaufe ich halt weiter CDs und komprimiere, wie ich will...

BTW ist das eigentlich mit den Wasserzeichen geklärt? Finde es auffällig, dass zu dieser interessanten Frage so wenig geschrieben und gefragt wird.

Kommentiert von: ichkotzab | 2. April 2007; 19:38

Ich bleib bei meiner und Nathanaels Meinung (bis darauf, dass ich auch AAC befürworte).

Um's nochmal deutlich zu sagen: Ich sehe nicht ein, für Rechte die völlig selbstverständlich sein sollten - nämlich das Recht mit meiner rechtmäßig erstandenen Musik zu machen, was ich will - auch noch extra zu bezahlen!

Wenn man für höhere Audioqualität bereit ist mehr Geld zu bezahlen, ist das eine Sache. Wenn EMI aber sagt, dass man seinen Katalog DRM-frei verkaufen will, dann sollte man das auch ohne Einschränkungen (höhere Presi) tun. Der Rest ist sonst pure Publicity.

Ich bleibe jedenfalls bei 99 Cent im iTS oder genrell DRM-freien alternativen wie eMusic...

Kommentiert von: Stefan | 2. April 2007; 19:47

Bin eigentlich auch Ogg Vorbis beführworter. Aber mit AAC kann man gut leben.

Kommentiert von: asdg | 2. April 2007; 20:43

@ika: ja, in der Tat hat EMI zuvor Versuche gestartet. Nur.. wenn sie erfolgreich gewesen wären (kommerziell erfolgreich) hätten sie sich nicht jetzt an Apple (und evtl andere) gewendet. Platzhirsch hin oder her.. dieser Schritt ist um Größenordnungen größer als die - wichtigen, aber viel zu kleinen - Versuche zuvor. Die Entwicklung hatte vielleicht Fahrt aufgenommen, aber die Sache wäre verebbt, wenn es nicht zu diesem Deal gekommen wäre. Jetzt berichtet der Spiegel und andere Massenmedien darüber. Sogar meine Mutter (!) die mit Sicherheit nicht Heise.de liest, hat mir eine mail zu diesem Thema geschrieben. Das ganze ist ein mehrstufiger Prozess, und die Initiatoren muss man honorieren, und diejenigen die es gezielt weiterbringen auch.

Die Frage nach dem Wasserzeichen ist interessant. Ansonsten ist es ein Schritt der die Industrie aufwirbeln wird. Sargnagel.. letzte Ölung... sanftes Todesröcheln... DRM.. warum bist du so bleich ??

Kommentiert von: sven | 2. April 2007; 23:07

Ja, Sven, das ist der Dammbruch, der das Ende von DRM bei Musikdownloads einleitet, aber Steve Jobs ist hier nicht "Initiator", sondern nur Trittbrettfahrer. EMI hätte Steve Jobs nicht gebraucht, zumal sie selbst in der Sache erheblich glaubwürdiger waren als er. Sie hätten ihn auch abstrafen können für sein dämliches Schwarzer-Peter-Spiel. Aber sie haben sich entschieden, ihn publicity-wirksam hinzuzuziehen - vielleicht auch um ihn unter Druck zu setzen, wie gerüstet er tatsächlich für die technische Umsetzung seiner Trittbrettfahrerei ist. Mein Respekt gilt aber all jenen Anbietern von DRM-freien Downloads, sowie den dazugehörigen Labels und Künstlern und auch den Verbraucherschützern, die dieses Einknicken von Steve Jobs erzwungen haben.

Kommentiert von: ichkotzab | 2. April 2007; 23:54

Lieber ichkotzab, leider ist das Bullshit, was du da erzählst. Woher ich das weiss? Weil der EMI CEO selbst das explizit so gesagt hat, dass Jobs bereits seit ewigen Zeiten die MI bekniet, DRM fallen zu lassen und sie jetzt einfach nachgegeben haben.

Das Jobs da eine treibende Kraft ist, hätte man aber auch schon aus den Anfänger der iPod/iTunes Zeiten entnehmen können, da wurde es oft genug publik gemacht.

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 08:24

@dermattin:

Wieso hat dann Apple nicht schon vor Ewigkeiten Indie-Mucke (die angeblich in entsprechnden Shops schon immer ohne DRM gab) ohne DRM angeboten?

Und hier:
http://www.itwriting.com/blog/?p=102


Also mir kommt das auch so vor. Steve Jobs dachte... hmmm... DRM wird fallen. Also schwing ich mich rechtzeitig auf die "richtige" Seite und mache einen auf DRM-Gegener. Verhindern kann ich es eh nicht. Dann versuch ich den größten Nutzen in meinem Gespiele zu tun.

Kommentiert von: asdg | 3. April 2007; 09:35

"Wieso hat dann Apple nicht schon vor Ewigkeiten Indie-Mucke (die angeblich in entsprechnden Shops schon immer ohne DRM gab) ohne DRM angeboten?"

Weil er keinen Deal mit den grossen vier bekommen hätte. Die wollten DRM. Und Apple wollte kein Mischmasch. HEUTE kann er die MI besser beeinflussen, HEUTE ist der iTunes ein Machtfaktor. HEUTE kann er sich so etwas trauen.

Ohne Jobs wäre die DRM Abschaffungsdiskussion kaum gestartet und nur reine Theorie. Es gibt ja weiterhin DRM Songs von EMI, das kann so in alle Ewigkeit weitergehen. Scheinbar hat es die Mehrheit der Käufer nicht gestört, so online Musik zu kaufen.

Jobs hat mehr Arsch in der Hose als all die schlauen User, die jetzt die grossen Töne spucken.

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 09:49

Hmmm, das könnte eventuell eine kleine Revolution im Umgang mit Urheberrechtlich geschütztem Material auslösen. Hin zur Kundenfreundlichkeit, weg davon jeden im vorab zu kriminalisieren. Offenbar sind angesichts der Tatsachen nun auch bei den alteingesessenen Labels ideologische Blokaden gefallen, schön.

Wenn man allerdings genauer drüber nachdenkt, hat das ganze ein paar Haken:
- EMI hat gar nichts zu verlieren. Musik wird eh kopiert/nicht kopiert, das iTMS DRM ist unerheblich, man muss sich ja nicht einmal anstrengen es zu umgehen. Egal ob das Experiment sich nun lohnt oder nicht, im schlimmsten Fall ändert sich für EMI gar nichts.
- EMI ist nur ein Label, solange die anderen nicht nachziehen bringt die Aktion wenig, sie schadet im Gegenteil eher dem iTMS der bisher jede Formatdiskussion ignoriert halt; alles 128kbit AAC, alles nur iTunes/iPod, alles 99c fertig. Das Prinzip wird nun gebrochen, ohne für den Endkunden wirkliche Vorteile zu bieten. Da niemand ausschließlich bei EMI einkauft, wird er weiterhin einen iPod benötigen um mit dem iTMS überhaupt etwas anfangen zum können und hat dadurch weiter mit DRM zu leben.
- Man könnte dies sogar als versteckte Methode ansehen, die Preise im iTMS endlich anheben zu dürfen: EMI sieht endlich ein dass man den Fehler, Musik jahrzehntelang ohne DRM verkauft zu haben (CD, LP), nun nicht mehr rückgängig machen kann blos weil sich die Vervielfältigungsmethoden demokratisiert haben, und beugt sich der Realität. Das hätten sie ohnehin tun müssen bzw. ändert das letztlich nichts an der Kopierproblematik, da kann man doch mal versuchen ob man den Leuten nicht noch etwas Geld aus der Tasche ziehen kann.

Interessant bleibt wie immer die Zukunft:
- Setzt da wirklich ein Umdenken in der Musikindustrie ein und werden weitere Labels auf den Zug aufspringen?
- Wird Apple die iTMS/iPod Kombo ewig durchdrücken können wenn das AAC-DRM wegfällt (und die EU sich den Laden mal etwas genauer ansieht)?

Wie dem auch sei, für mich als Kunden ändert sich momentan zu wenig um in lautes Jubelgeschrei ausbrechen zu dürfen, aber vielleicht ist das der erste große Schritt zu einer Urheberrechtsreform.

Kommentiert von: imYemeth | 3. April 2007; 10:01

Hallo,

das bisherige Aplle DRM hat mich nie gestört. Ich habe einen iPod und das nicht ohne gute Gründe und konnte demzufolge schon immer meine gekaufte Musik hören wo und wie ich wollte. Mehr als 5 Rechner hatte ich selbst zu "Spitzenzeiten" nie in meinem ganzen Haushalt und wenn es notwendig gewesen wäre hätte ich jederzeit CDs brennen können um alles auf einem normalen CD-Player zu hören und letztenendes sogar das DRM zu umgehen. Wie mir dürfte es wohl den meissten iTunes Usern gehen.

Nun gibt es also ein zweites Angebot für all diejenigen die bessere Ohren haben als ich, die einen anderen Player bevorzugen oder "was weiß ich nicht alles" mit Ihren Songs treiben wollen. Fein! Warum nicht! 30 Cent mehr sollte es den Leuten die das brauchen schon wert sein. Eigentlich sollten die Stimmen derer die das immer so gefordert haben nun erfreut verstummen...

Aber was ist... das Format ist jetzt doch nicht richtig und ausserdem könnte ja sonst was böses dahinter stecken und überhaupt ist es ja offensichtlich unverschämt für mehr Leistung mehr Geld zu verlangen...
Was wäre denn die Alternative? Musik in bester Qualität verschenken? Die alten Tauschbörsen wieder legalisieren?

Das ist "Geiz ist Geil" pur... mir schaudert es...

*kopfschüttelnd*

Axel

Kommentiert von: Axel | 3. April 2007; 13:51

@dermattin, das mag Deine Ideologie sein und vielleicht auch die von Steve Jobs, dass man stromlinienförmig mitläuft bis man sich im "feindlichen Umfeld" so etabliert hat, dass man die Argumente derjenigen vereinnahmen kann, die sich niemals verbogen haben und von Anfang an auf die kundenfreundliche Alternative gesetzt haben. Selbst wenn Du bei Steve Jobs einige Lippenbekenntnisse finden wirst, die den Eindruck erwecken als hätte er von Anfang an mit dem besseren Konzept geliebäugelt, er bleibt der MI-Schleimer, der es aus Opportunismus oder Überzugung unterlassen hat, den Indie-Labels den DRM-freien Vertrieb einzuräumen. Auch wenn Du Steve Jobs diesbezüglich jetzt in einen Vordenker und eine Art Trojanisches Pferd umlügst: Ohne das Beharren des iTMS auf DRM hätte sich das niemals so weit etablieren können. Insoweit kann man Steve Jobs Rückzieher bestenfalls unter Korrektur eigener Fehlentwicklungen verbuchen.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 14:54

"Ohne das Beharren des iTMS auf DRM hätte sich das niemals so weit etablieren können."

Ohne Steve Jobs wäre M$ am Drücker. Das Ziel heiligt in dem Fall die Mittel.

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 15:30

P.S. Es war schon klar, dass einige eine grosse Klappe haben weil sie gar nicht erfassen können, wie die Situation heute ausehen würde, wenn Jobs dieser stromlinienförmig Mitläufer wirklich wäre. Jobs steht als einziger zwischen uns und der Industrie. Dieser Mann hat mehr riskiert als alle seine Kritiker. Leute wie du haben gar keine Ahnung, was hinter den Kulissen alles passiert, da tobt es schon seit Jahren. Für eine Hand voll Euro gibt es einen kleinen Einblick: http://www.mac-tv.de/Detail_Artikel_jump.lasso?JumpID=33029

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 15:38

Werter dermattin, für QuickTime hat Steve Jobs gar nichts riskiert, das stammt nämlich schon aus der Zeit lange bevor Steve Jobs zu Apple zurückkehrte - im Systemordner der ersten Power Macintosh mit dem legendären PowerPC und System 7.1.2 lagen im Januar 1994 die Puzzle-Teile QuickTime 1.6.2 und der QuickTime PowerPlug 1.0. Darüberhinaus konditioniert QuickTime nach genau denselben asozialen Methoden auf proprietäre Formate wie Windows - bezüglich der Ausgrenzung von OpenSource sind Apple und Microsoft leider genau gleich scheiße. Mag ja die Aktionäre freuen, daß Steve Jobs es mal wieder geschafft hat als Vorreiter für DRM Milliarden zu scheffeln und sich trotzdem noch in die Vorreiterrolle für DRM-Freiheit zu drängeln, aber an diesen Fakten ändert Dein Krakehle gar nichts.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 16:05

Danke liebe Kotze, damit wäre klar, dass du nur trollen willst. Immerhin.

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 16:11

Oh, so schnell der Troll-Vorwurf als Beleg dafür, dass dermattin die Argumente ausgehen - oder besser: seine Behauptungen zu angeblichem Engagement hinter den Kulissen, auf die er sich hier weitgehend reduziert.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 16:22

Was heisst hier schnell? Ich habe mir immerhin mehrere Trollbeiträge von dir angetan. Weder hast du aufgehört, deinen Unsinn zu verbreiten, als ich dich dezent darauf hinwies, dass selbst der EMI CEO dich lügen straft, noch hast du den mac-tv beitrag beachtet oder gar gesehen (ich kann den nur jedem interessierten empfehlen). Ganz sicher wurde ich aber erst mit deiner Aussage, QT würde properitäre Formate verbreiten oder wäre sogar selbst eins. Dass dann die Standards in OSX unterschlagen werden und Apple mit M$ gleichgesetzt wird nicht mehr der Rede wert.

Es tut mir leid leo, ich selbst habe deine Artikel oft im Heise Forum verlinkt, die muss ein Troll zu viel gelesen haben.

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 16:34

Dann wird der Troll aus der Marketingabteilung wieder verschwinden. Lieber Flatrate-Säufer wenn du dich jemals damit beschäftig hättest, wüsstest du, daß der verlustlose Transfer zu Ogg/Vorbis oder was weiß ich nicht am iTunes Store scheitert. Aber damit du geute einen Erfolgselebnis hast:"Zune Zune Zune". HTH

Die Karawane zieht weiter ...

Kommentiert von: Bald Feierabend | 3. April 2007; 16:42

Och dermattin, im Heise-Foren war ich nie - dort mußt Du Dir Deinen persönlichen Stil eingefangen haben, dass Du Dich aufgeilst, Troll zu kreischen, wenn für jemanden DRM niemals eine Versuchung war und er schlicht auf OpenSource-Formate steht. Sicher kann man QuickTime per Plugin auch VORBIS-kompatibel machen, genau wie man auf Windows auch andere Browser und MediaPlayer installieren könnte als die vorinstallierten, wofür Microsoft von der EU sehr viele Millionen Bußgeld bezahlt - dass Du verleugnest, dass das genau dieselbe Methode der Ausgrenzung ist, macht Dich zu einem verlogenen Demagogen. Und selbst wenn der EMI-CEO sich zu publicity-Zwecken mit Jobs gutstellt, belegt das gar nichts, denn der iTMS war von Anfang ein Vorreiter für DRM, und Steve Jobs hat alle seine zahlreichen Möglichkeiten ungenutzt zu lassen, sich glaubwürdig für Alternativen einzusetzen.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 16:47

...wobei ich ergänzen muss, dass man QuickTime und iTunes per PlugIn nur zum Abspielen von OGG-Vorbis bringen kann - zum Komprimieren benötigt man zusätzliche Software, und jeder iPod bleibt für diese Musik völlig versperrt. Das ist genau derselbe Missbrauch einer Marktposition zur Sicherung der Vorherrschaft proprietärer Software, wofür Microsoft völlig zu recht am Pranger steht.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 17:14

ogg vorbis und flac unter itunes -> naja

http://www.xiph.org/quicktime/

Laut FAQ kann iTunes nichtmal die Tags mi5 lesen. Also immer noch nutzlos für nen Player auf DB Basis. Außerdem kann es nur FLACs im OGG Container abspielen und keine nativen FLAC Files.

-> Nutzlos

Kommentiert von: patrick | 3. April 2007; 17:21

aac ist im gegensatz zu wma aber offizieller standard. von daher ist aac schon ok, auch wenn ogg vorbis imho das bessere format ist und nativ replaygain unterstützt.

Kommentiert von: patrick | 3. April 2007; 17:23

Genau, patrick, und wenn Apple sich in hier ernsthaft von Microsofts Methode der Formatausgrenzung abheben wollte, wäre OGG-Vorbis als ganz normal nutzbares Format in QuickTime und iTunes integriert, sowie auf iPods abspielbar. Und das würde Apple nichtmal etwas kosten.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 17:30

Apple ist ja auch kein gewinnorientiertes Unternehmen, sondern ein Verband von begeisterten open Source Programmierern. Deshalb ist es ja auch eine Unverschämtheit, dass wir überhaupt noch für Software bezahlen müssen. Genau so wie es eine Unverschämtheit ist, dass die Bösen Plattenfirmen die ganze Musik nicht einfach verschenken. ...und nicht nur das, sie sollen uns das ganze auch noch in unserem bevorzugten Lieblingsformat aufbereiten und natürlich soll das ganze noch auf jedem Player und jedem Rechner laufen wie am schnürchen. Und wenn diese Forderungen nicht pronto erfüllt werden... dann ist halt Apple böse, Steve Jobs der Satan und wir halten alle die Luft an bis wir platzen... *g*

Kommentiert von: Axel | 3. April 2007; 17:56

Nein, Axel, Apple ist eine Firma, die mal anders war als Microsoft, nicht perfekt, aber viel besser, und dass sie heute mit ihren WintelMacs und ihren proprietären Formaten nur noch genauso sein wollen wie Microsoft, geschenkt, ist halt auch nur eine Aktiengesellschaft, die aber damit leben muss, dass sie noch alt-Kunden mitschleppt, die mal etwas grundsätzlich anderes wollten als Microsoft. Aber auf dem weiteren Weg zur lifestyle-Firma für strunzdumme Markenfetischsten wird Apple die auch alle noch wegekeln...

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 18:11

AAC ist aber kein proprietäres Format, daher kann man damit gut leben. Apple Lossless hingegen schon. Daher wäre hier auch Flac (neben andern Gründen) klar vorzuziehen.

Kommentiert von: | 3. April 2007; 18:56

re OGG / marktposition etc... @ika - was für ein Unsinn. AAC ist ein offener standard, keiner wird dadurch benachteiligt das der iPod mp3 und AAC abspielt. Das hat mit ausnutzen einer Marktposition rein gar nichts zu tun. Mit dem Vergleich mit MS hast Du hier ins klo gegriffen. Langsam wird der Troll Vorwurf immer statthafter...

Viel aufrichtiger verhällt sich da Bill Thompson bei der BBC (verlinkt von DaringFireball und hier. Oder, um John Gruber selbst zu zitieren: "When you’re wrong, just admit it. It’s easy, and it adds, not detracts, to your credibility"

Kommentiert von: sven | 3. April 2007; 19:15

Aber selbstverständlich ist AAC ein prorietäres Format der Motion Picture Experts Group (MPEG), zu der laut Wikipedia Dolby, Fraunhofer-Institut, AT&T, Nokia und Sony gehören und deren offizielle Website auf www.chiariglione.org/mpeg/ kaum erahnen lässt, was für eine Lobby dahintersteht. Nicht dass das grundsätzlich schlecht wäre, wenn sich solche grossen Konzerne auf Standards einigen. Aber für mein Eintreten für eine freie Wahlmöglichkeit der seit jeher DRM-freien OpenSource-Alterantive hier bepöbelt zu werden, ist dann doch arg armselig.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 19:16

"Nein, Axel, Apple ist eine Firma, die mal anders war als Microsoft, nicht perfekt, aber viel besser, und dass sie heute mit ihren WintelMacs und ihren proprietären Formaten nur noch genauso sein wollen wie Microsoft, geschenkt,"

Apple will immer noch anders sein, wie Microsoft. Daran ändert ein Switch zu Intel nichts. Nur bei Musik ist nun mal Apple in der Rolle von MS. Die wollen ihren Markt festigen. Im Gegensatz zu MS nutzt Apple aber AAC, den offiziellen und anerkannten Nachfolger von MP3. Wäre Apple wie MS, hätten sie einen eigenen, propritären Codec entwickelt und genutzt.


"die aber damit leben muss, dass sie noch alt-Kunden mitschleppt, die mal etwas grundsätzlich anderes wollten als Microsoft. Aber auf dem weiteren Weg zur lifestyle-Firma für strunzdumme Markenfetischsten wird Apple die auch alle noch wegekeln..."

Apple ist immer noch anders und ist für Pro-Kunden nicht kleiner geworden. Ich kann mir sogar vostellen, dass heute Apple für Pro-Kunden mehr da ist als jemals zu vor. Das kommt nur anders rüber, da die Consumerschiene und Lifestyle-Schiene von Apple früher nicht vorhanden war oder recht klein war. Die ist jetzt riesig gross geworden, deshalb ist aber das Interesse an Pros von Apple nicht kleiner geworden.


Kommentiert von: | 3. April 2007; 19:20

"Aber selbstverständlich ist AAC ein prorietäres Format der Motion Picture Experts Group (MPEG), zu der laut Wikipedia Dolby, Fraunhofer-Institut, AT&T, Nokia und Sony gehören und deren offizielle Website auf www.chiariglione.org/mpeg/ kaum erahnen lässt, was für eine Lobby dahintersteht. Nicht dass das grundsätzlich schlecht wäre, wenn sich solche grossen Konzerne auf Standards einigen. Aber für mein Eintreten für eine freie Wahlmöglichkeit der seit jeher DRM-freien OpenSource-Alterantive hier bepöbelt zu werden, ist dann doch arg armselig."


Nun, sicherlich wäre Ogg Vorbis noch besser. Aber damals war Ogg Vorbis AFAIK noch nicht so weit wie jetzt, als Apple sich entscheiden musste. Bin mir auch nicht sicher, ob DRM-Umsetzung in Ogg Vorbis möglich gewesen wäre.

Im nachhinein möchte wohl Apple nicht zu Ogg Vorbis schwenken. Auch wenn AAC nicht Open Source ist, finde ich das nicht schlimm, da es ein anerkannter, offener Standard ist! AAC (ohne DRM) kann man AFAIK auch problemlos, ohne Tricks und Hacks under Linux nutzen.

Wenn Apple irgendwann man verlustfrei anbieten sollte, würde die Sache anders aussehen. Hier ist zum jetzigen Zeitpunkt klar Flac vorzuziehen!

Kommentiert von: | 3. April 2007; 19:24

...und was Bill Thompson auf BBC news betrifft, habe ich niemals bezweifelt, dass Steve Jobs auch DRM-freie Musik verkaufen könnte. Er hat mit dem geschlossenen System iPod-iTunes-iTS Milliarden mit DRM gescheffelt, und dass er sich den Kundenwünschen gegen DRM beugen würde, bevor andere Downloadangebote damit seine Vorherrschaft gefährden, war auch klar - oder wie es Axel mit seiner verächtlich-machen-sollenden Polemik klarstellte: Steve Jobs vertritt hier nichts und auch absolut nichts anderes als ein "gewinnorientiertes Unternehmen".

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 19:29

Und zum namenlosen Träumer: Apple wird niemals FLAC anbieten, deshalb etablieren sie ihr eigenes Apple Lossless in QuickTime, um sich die DRM-Kontrolle dafür offen zu halten oder mindestens die Konditionierung auf Apple-Produkte (zum Beispiel streamt iTunes per WLAN zur AirPortExpress in Apple Lossless). Das ist genau dasselbe wie die Entscheidung für AAC ohne Wahlmöglichkeit für OGG-Vorbis - beides sind Weiterentwicklungen von MP3, Vorbis erreicht bessere Audioqualität sogar mit kleineren Dateien, ist aber OpenSource und damit ungeeignet für DRM. Apple betreibt hier die totale proprietäre Formatkonditionierung, wie man das sonst nur von Microsoft kennt.

Kommentiert von: ichkotzab | 3. April 2007; 19:52

Ich vermute, ichkotzab ist der user benutzerputzer von ppcnux.de ;-)

Dem würde ich zutrauen, nicht den Unterschied zwischen properität und Standard zu kennen :-)

leo, du solltest keine gäste mehr zulassen, sonst ergeht es dir wie den macguardians.

Kommentiert von: dermattin | 3. April 2007; 20:00

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