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10.03.2008

Apples App Store - grandios und beunruhigend (Video)

Mit dem in iPhone OS 2.0 enthaltenen App Store werden Ende Juni 2008 goldene Zeiten für iPhone-Entwickler und iPhone-Nutzer anbrechen: Entwickler können ihre Applikationen problemlos vor einem Millionenpublikum direkt auf dem mobilen Endgerät ausbreiten und haben die Chance, selbst mit kleinen 1-Dollar-Apps einen Umsatz von mehreren Zehn- oder Hunderttausend Dollar zu erzielen.
Den iPhone- und iPod touch-Besitzern steht dafür eine (vermutlich) attraktive Auswahl an "sauberen" Programmen unmittelbar und jederzeit zur Wahl, die extrem simpel zu kaufen, herunterzuladen und zu aktualisieren sind.

Videolink YouTube: SDK-Event, reduziert auf eine Minute und 28 Sekunden (via iPhoneBlog.de).
Der Weg dahin ist allerdings holprig. Noch ist das SDK eine Baustelle ohne Interface Builder und mit eingeschränktem iPhone-Simulator. Das $99/Jahr-Dev-Programm, das alleine zum Testen der eigenen Applikationen auf einem iPhone oder iPod touch zwingend vonnöten ist, steht vorerst nur ausgewählten US-Entwicklern offen und die Limitierungen, die Apple derzeit in den iPhone Human Interface Guidelines (Danke, Manuel!) aufzählt, sind weitreichend: So darf ein Drittprogramm stets nur alleine laufen und schon gar nicht im Hintergrund. Ein Sprung zurück zum Home-Screen und weiter in eine andere Applikation beendet somit das aktive Programm unweigerlich. Dies ist bedingt durch limitierten Speicher, Sicherheitsbedenken und möglichen Akkufraß zwar nachzuvollziehen, problematisiert aber eine ganze Reihe von Programmen, die schlicht im Hintergrund laufen müssen, um wirklich sinnvoll zu sein (Paradebeispiel: Instant Messenger). Diese Einschränkung lässt sich natürlich umgehen, was wiederum klar gegen die 'Guidelines' verstößt und von Apple mit einer Nichtaufnahme in den App Store geahndet werden könnte.
limitations.jpg
An dieser Stelle gelangen wir zum Kernpunkt des Problems: Das dämliche "Walled Garden"-Prinzip, das Mobilfunkanbieter jahrelang ihren Kunden aufzwangen und das inzwischen weitgehend aufbrach, wird von Apple unter anderen Vorzeichen erneut errichtet. Apple allein ist darin nicht nur technische, sondern urplötzlich auch moralische (kein "Porn") Instanz, die die Inhalte des App Store willkürlich ("Unforeseen, Bandwith hog") kontrollieren kann. Dies wäre letztlich sicher akzeptabel, wenn nicht der App Store die einzige und gleichzeitig ausschließliche (legitime) Möglichkeit darstellen würde, weitere Programme auf ein iPhone oder einen iPod touch zu bekommen.
Einen schlechten Nachgeschmack hinterlässt zudem die Vorstellung, Apple könnte iPhone OS 2.0 und App Store als Testlauf für tiefergehendes Code Signing in 10.6 "or later" verwenden. Dies würde es Apple auf lange Sicht erlauben, den Markt für Drittsoftware auf dem Mac ebenfalls deutlich zu reglementieren.
Ob Apple die eigenen Vorgaben rund um den App Store letztlich entspannt auslegt und möglicherweise gar lockert, oder stattdessen als drakonischer Gatekeeper auftritt, werden erst die kommenden Monate zeigen. Und wir, als iPhone OS-Nutzer und freudige App-Käufer, sollten Apple dabei sehr genau auf die Finger schauen.

Posted by Leo at 00:36 | Permalink

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Apples App Store - grandios und beunruhigend (Video):

Kommentare

Danke für den super Beitrag, vor allem da man viel zu selten kritische Betrachtung der Dinge auf Mac-Seiten/Foren findet.

Die wesentlichen Punkte sind klar aufgeführt! :-)

Kommentiert von: _Stephan_ | 10. März 2008; 00:53

Jup, sehr schön, mal was kritisches dazu lesen zu können.

Eine Frage habe ich noch, ein wenig OT: Du schreibst "Danke, Manuel!". Heißt das, der Beitrag wurde von einem Manuel verfasst und von dir veröffentlicht? Oder wie kann man das verstehen?

Kommentiert von: Matthias Dietrich | 10. März 2008; 01:04

ich denke, sie können nicht anders, wenn sie die Plattform sicher halten wollen. Nokia beispielsweise geht einen ähnlichen Weg. Das Gegenteil wäre 'alles frei' wie es Google vielleicht mit Android vorhat - und da sind jetzt schon, vor dem Erscheinen der ersten Geräte, Sicherheitslücken aufgetaucht. Warten wir doch erst mal ab, was da kommt. Im Übrigen wird es Hacks immer geben.

Kommentiert von: iBens | 10. März 2008; 01:08

Ich kann das Sicherheitsargument nicht mehr glauben. So ein Aufwand und so viele Einschränkungen hinzunehmen um die Benutzer vor sich selbst zu schützen - denn nichts anderes wird hier versucht - erscheint mir stark übertrieben. Auf dem PC & Mac haben nur Leute Probleme mit Viren & Co, die unbedacht allen Blödsinn installieren.

Leider fällt mir auch kein anderer Grund ein, weshalb sie sich krampfhaft versuchen ein Bein rauszureißen. Mal ehrlich das ganze ist zum Scheitern verurteilt, nicht im Hinblick auf den Kommerziellen Erfolg, von dem bin ich überzeugt. Was ich meine ist: Der Jailbreak wird fortbestehen und VoIP, im Hintergrund laufende Programme und die bösen bösen Porno Apps ermöglichen für die, die es wollen. Und wer will das nicht ;)

Sollte es in Zukunft möglich sein ein jailbroken iPhone OS 2.0 sowohl mit gekauften Apps als auch mit "illegalen" Apps zu benutzen, wird der "Schutz" schlichtweg wirkungslos sein und der Ganze Aufwand fürn Arsch.

Na ich bin gespannt.

Kommentiert von: Unruhschuh | 10. März 2008; 02:28

Daß Apple keine Pornographie und andere Dinge, die "ihre Kundschaft bedenklich finden könnte", finde ich auch sehr bedenklich. Nicht, daß ich auch irgendwelche Porno-Apps auf dem iPod warten würde, aber daß sich die Firma grundsätzlich als Moralwächter hier aufspielt, zumal bei Dingen die nichtmal illegal zu sein brauchen, ist in der Tag beunruhigend.

Man stelle sich nur vor: Ein Hersteller von Luxuswagen mag es nicht, wenn seine Autos in bestimmten Milieus verkehren, und stellt dann einfach den Motor ab, wenn man damit in den Rotlichtbezirk fahren will (aus welchem Grund auch immer). Ist zwar nicht wirklich so zu erwarten, geht aber in die selbe Richtung: Hier wird mündigen Kunden von der Industrie vorgeschrieben, was sie tun dürfen und was nicht - unabhängig von Gesetzen. Klar, ich brauche ja keinen iPod benutzen, wenn mir das nicht gefällt - aber das geht dennoch zu weit, finde ich.

Kommentiert von: Thomas Tempelmann | 10. März 2008; 02:29

Jemand schrieb:
"ich denke, sie können nicht anders, wenn sie die Plattform sicher halten wollen. [...] Das Gegenteil wäre 'alles frei' ..."
Wie gut, das, als der Personalcomputer erfunden wurde, niemand auf die idee gekommen ist, die Plattform zu öffnen, sonst hätten wir heute womöglich einen Markt für PCs. Oh Mann, das Verständnis der Apple-Adeppten für jeden Mist aus Cupertino hängt mir zum Halse raus.

Kommentiert von: Waagemut | 10. März 2008; 03:25

Zum Thema Porno. Sagt mir bitte einer Mal, was ein Porno-App sein soll? Wenn dann ist Porno ja wohl der Inhalt, der über viele Wege auf den iPod kommen kann. Meiner Meinung nach ist diese Einschränkung ein non-issue. Wegen anderen Einschränkungen würde ich mir auch nicht in die Hosen machen. Apple scheint ja nun langsam wirklich auf Kundenwünsche zu hören. Wenn also euer Superprogramm von Apple abgelehnt werden würde, helfen vielleicht Proteste weiter. Und was soll bitte schön auch abgelehnt werden? P2P auf dem iPhone? Quatsch mit Soße, wie wir hier sagen! ;-) Oder soll's doch der freiwillig installierte Virus sein? Und die DF-Variante mit Amazon MP3 Programm auf dem iPhone ist doch eine Randerscheinung, die als Ausnahme die Regel bestätigt.

Und die sich schließende Programme sind auch noch nicht ausdiskutiert. Ich vermute, es betrifft eher die GUI als darunter liegende Netzwerk-Schichten. Apple-eigene iPhone Apps können schließlich auch ständig online sein, einfach weil die Netzwerkschicht (keine Ahnung, wie man es nun genau nennt, siehe SDK Präsentation) online ist. Deshalb kann sich doch aber die GUI verabschieden, oder?

Und ganz ehrlich, ich zähle zu den Kunden, die froh sind, einfach nur auf Laden zu klicken und 5 Minuten später spiele ich das Spiel, ohne Adminpasswörter eingeben zu müssen oder Programme in den Application-Ordner zu kopieren und das DMG auszuwerfen und löschen zu müssen.

Kommentiert von: Christian | 10. März 2008; 03:26

Die Vorstellung mit einer 1-Dollar-App Millionär zu werden wird die Anzahl der Applikationen von Day 1 an explodieren lassen. Das ist eine geniale Strategie, mal abgesehen von den erwähnten kritischen Punkten.
Habe mir gestern mein Objective-C Buch wieder vom Regal genommen, mal schaun wie weit ich komme...

Ich bin jedenfalls immer noch positiv gespannt und werde mein iPhone erstmal nicht Jailbreaken und weiter abwarten...

Kommentiert von: Murphy | 10. März 2008; 04:30

Danke für den kritischen Artikel. Bei der Diskusion sollte man 2 Aspekte von einander trennen:

1. Technische Beschränkungen
Genannt werden neben Speicher-Beschränkungen die Akku-Laufzeit und der Bandbreitensauger. Das sind zum einen alles Beschränkungen, die auch aus Sicht des Anwenders sinnvoll sind. Ich möchte, dass das iPhone möglichst lange mit dem Akku durchhält, insgesammt niedrige Kosten produziert und schnell auf meine Eingaben reagiert. Wenn ein Programm alle 2 Sekunden einen Ping auf eine Internet-Addresse schickt, ist das ein Design-Poblem und wird sicherlich nicht durch die Tests kommen. Braucht ein Programm unverhältnismässig viel Speicher und macht dadurch andere Funktionen langsam, gilt das gleiche. Auf einem Desktop-Rechner kann man sich "schlechte" resourcenfressende Programmierung leisten (worunter man auch die Viren zählen kann), auf einem mobilen Rechner eben nicht. Die genannten Einschränkungen empfinde ich daher als sinnvoll.

2. App Store
Der App Store ist ein ganz normales Geschäft. Und Apple ist der rechtliche Vertragspartner bei einem Einkauf und muss sich als solcher an die entsprechenden Randbedingungen halten. Darüber hinaus hat Apple das Recht, bestimmte Produkte nicht zu verkaufen, die seinem Ansehen schaden könnten. Der Monopol-Misbrauch würde erst eintretten, wenn Apple einem Wettbewerber den Zugang zum App Store verweigern würde und es keine Alternativen zum iPhone gibt - zu einen eher unwahrscheinlich, zum anderen gilt es Abzuwägen, was mehr Schaden für das Image anrichtet - die Verweigerung oder das Zulassen der Software.

Was bedeutet das für den Alltag ?

Die meisten Anwender werden die Einschränkungen nicht merken und die Erfahrungen werden positiv sein. Tools wie Java und Flash werden, wenn die technischen Bedingungen ausreichend erfüllt sind, sicherlich den Weg auf das iPhone finden. Eine Verweigerung seitens Apples wäre rechtlich bedenklich und hätte einen zu großen Image-Schaden. Gleiches gilt für VoIP-Clients. Wer einen Weg findet, VoIP resourcenfreundlich auf dem iPhone zu implementieren, wird seine Software entsprechend vertreiben dürfen.

Anders sieht es aus, wenn man die Grenzen bewust erreicht. Hacker-Tools z.B. dürfen nicht verkauft werden, also wird Apple sie nicht vertreiben. Professionelle Netzwerk-Analyse-Tools hingegen sind unabdingbar in einer Enterprise-Umgebung. Eine Analyse-Software aus solch einer Profi-Umgebung ist also legal und wird sicherlich freigegeben.

Die Beispiele zeigen, das es sicherlich falsch ist, vom App Store als eine Art moralische Instanz zu reden. Die normalen Marktkräfte werden dafür sorgen, dass Apple dieses potentielle Monopol nicht missbrauchen kann.

Wenn darüber hinaus der Aufwand seitens Apple, jede Software zu prüfen, und den App Store als Distributions- und Downloadplattform zur Verfügung zu stellen, dafür sorgt, dass die Wahrscheinlichkeit für Schadsoftware reduziert wird und auch kleine Software-Entwickler eine gute Chance erhalten, sehe ich das Ganze eher positiv.

Kommentiert von: DC | 10. März 2008; 07:03

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. In erster Linie geht es darum, dass sich der Anbieter einer Software dem Kunden gegenüber identifizieren muss. Apple tritt hier nur als vertrauenswürdiger Partner auf, der diese Identität bestätigt und wird nicht in der Lage sein, jede Software im App Store genauer inhaltlich zu überprüfen. Es ist eher damit zu rechnen, dass die Bewertung einer gekauften Software die Kunden selbst übernehmen, z.B auch durch die Anzahl der Downloads und eventuell durch die Nutzungsdauer oder auch durch die Anzahl der Deinstallationen. Der Softwareanbieter wird also wie bei Ebay oder VersionTracker eine Bewertung erhalten, die Rückschlüsse auf die Qualität seiner Software erlaubt. Apple ist dann nur noch gefragt, wenn es zu Manipulationsversuchen, dieser Bewertungen kommt. Das schließt natürlich nicht aus, dass Apple bestimmte Softwareangebote besonders herausstellt, ähnlich wie es bei Musik im iTunes Store erfolgt.

Kritisiert werden kann, dass der App Store der einzige Weg für den Anbieter ist, zum Kunden zu kommen, allerdings ist es bei einer Umsatzbeteiligung von 70% auch ein sehr lukrativer. Ein App Store wird wohl eher die kleinen, preiswerten Anbieter stärken als die heute schon großen und teuren. Das gilt für das iPhone wie für den Mac. Was aber die wertvollen Bewertungen des eigenen Softwareangebots angeht, können jetzt alle auf dem iPhone neu starten. Wenn alles gut läuft und Apple das richtig und fair spielt, steht uns eine kleine Revolution der Softwareentwicklung und -distribution ins Haus, die nebenbei auch noch mehr Sicherheit für den Kunden mit sich bringt.

Kommentiert von: delfi | 10. März 2008; 07:35

Viel Aufregung um wenig.

Erstens dürfte das in der Praxis kaum Auswirkungen haben, so wurde doch bereits der AIM-Client präsentiert, zweitens kennen wir ähnliches bereits von so gut wie allen Videospielkonsolen und darüber regt sich niemand auf.

Es wird in Zukunft einen einfachen Weg geben wenigstens rudimentär geprüfte Software zu vernünftigen Konditionen unkompliziert zu kaufen. Auch für Entwickler ist das von großem Vorteil, deshalb werden wir schon bald eine Flut von Anwendungen sehen und ich glaube dass es mehr sein werden als auf jeder andere mobilen Plattform.

All jene welche Software nutzen wollen die außerhalb Apples Richtlinien angesiedelt ist, werden wie bisher auf Gehacktes zurückgreifen.

Kommentiert von: spot | 10. März 2008; 08:46

kann mir mal jemand erklären was ein porno-app ist?
ond für was solln dat gut sein? mit safari hat man(n) doch alles was man braucht :-)

Kommentiert von: Dr. Gonzo | 10. März 2008; 09:16

Ich schließe mich der "Ich verstehe die ganze Aufregung nicht"-Fraktion an. Das AppStore-Vertriebsmodell inkl. des Vorbehalts nicht jede Applikation zuzulassen, entspricht dem Modell was in der Videospielebranche üblich ist. Auch Nintendo hat nicht jedes Modul abgenickt und die jetzigen Stores ("XBox 360-Marktplatz", Nintendo Virtual Console) sind sogar 1:1-Entsprechungen des AppStores, inkl. der Abgrenzung von "Homebrew" nur für Entwickler und gegen Zusatzgebühr. Man kann nicht wirklich behaupten, dass es den Konsolen geschadet hat.

Kommentiert von: dogfood | 10. März 2008; 09:16

Ich habe ja täglich das Gegenbeispiel in Form eines
Windows Mobile XDAs bei mir. Wenn ich mir dessen
Software- Flickschusterei anschaue, kann ich Apple's
Gegenentwurf eines weitgehend geschlossenen,
auf Benutzerfreundlichkeitund Sicherheit optimierten
Systems durchaus etwas abgewinnen.
Es hat halt alles seine Vor- und Nachteile.

Kommentiert von: Gerhard | 10. März 2008; 09:19

erstmal thnx für den kritischen blick aufs iphone sdk und co. aber ich sehe das ähnlich enstpannt wie einige andere. ich würde auch nicht jede software ungeprüft und wahrlos auf meinem produkt zulassen. alleine schon die garantie-ansprüche gegen apple würden zu einem massenproblem werden, wenn die apps schrott sind. und inhaltlich denke ich, werden sie nur im extremfall einschreiten, müssen sich aber rechtlich absichern, falls mal doch was durchgewunken wird, was porn ist. die möglichkeiten sind dagegen unglaublich spannend. sony und nokia und die anderen sollten mal schleunigst ihr 90er-Jahre Modell vom Handy überdenken. und apple sollte mal seine iphone-partnerschaften überdenken, oder selbst provider werden (aber das ist ne andere baustelle). ich denke, da wird noch am sdk geschraubt und geändert bis juni. und dann kommt erstmal neue hardware, nein ich sage jetzt nicht iphone 2.0, das wär zu billig. :-)

Kommentiert von: m. | 10. März 2008; 09:37

"Ich schließe mich der "Ich verstehe die ganze Aufregung nicht"-Fraktion an. Das AppStore-Vertriebsmodell inkl. des Vorbehalts nicht jede Applikation zuzulassen, entspricht dem Modell was in der Videospielebranche üblich ist. Auch Nintendo hat nicht jedes Modul abgenickt und die jetzigen Stores ("XBox 360-Marktplatz", Nintendo Virtual Console) sind sogar 1:1-Entsprechungen des AppStores, inkl. der Abgrenzung von "Homebrew" nur für Entwickler und gegen Zusatzgebühr. Man kann nicht wirklich behaupten, dass es den Konsolen geschadet hat."

Wie ich weiter oben geschrieben habe glaube ich auch nicht, dass die Beschränkungen dem kommerziellen Erfolg des AppStores schaden werden. Dennoch gibt es ein paar Einschränkungen, die einem - zugegebenermaßen recht wenigen Leuten - den Spaß ziemlich verderben können, z.B.:

Als Entwickler kann ich meine Software nicht auf das iPhone installieren ohne die $99 im Jahr zu zahlen. Das scheint im ersten Moment nicht besonders schlimm zu sein, könnte man doch sagen: Wenn jemand ein Programm schreibt, dann will er es doch auch verkaufen und zahlt somit früher oder später eh die $99. Trifft auf die meisten sicherlich auch zu, ich aber schreibe mir hin und wieder selbst kleine Programme, die mir den Alltag erleichtern, die ich aber nicht veröffentlichen will.

Ich bin gespannt, ob Programme, die den Zugang zu nicht genehmigten Programmen ermöglichen auch vom AppStore abgelehnt werden, ob also der bisherige Installer seinen Weg in den AppStore finden wird. Wenn dem so ist, bin ich glücklich und verliere kein schlimmes Wort mehr über Apple :)

Kommentiert von: Unruhschuh | 10. März 2008; 10:03

Installer.app wird wohl nicht in den App Store kommen. Aber vermutlich wird es die Lösung weiter geben. Im Übrigen spricht ja nichts dagegen, ein Programm für den Eigengebrauch per SSH auf das eigene iPhone (mit Jailbreak) zu bringen. Ich spule jetzt schon häufiger Daten per Cyberduck auf das iPhone und zurück - klappt einwandfrei.

Kommentiert von: iBens | 10. März 2008; 10:32

Die Idee mit dem Shop ist ja auch gut und so manche Einschränkung ist ebenfalls sinnvoll. Es geht Leo, mir und vermutlich auch den anderen Kritikern mehr darum aufzuzeigen, dass man die Augen öffnen sollte. Denn es besteht zumindest die Gefahr, dass Apple in eine Richtung geht, die eigentlich nicht erwünscht ist. Das muss und wird hoffentlich aber nicht passieren.

Kommentiert von: _Stephan_ | 10. März 2008; 10:46

Naja, ich hab diese Aufregung bzgl. der Einschränkungen in den letzten Tagen in diversen Foren verfolgt. Ich finde, bevor man meckert, sollte man mal versuchen das ganze aus der Sicht Apples zu betrachten.

z.B. diese Geschichte, dass 3rd Party Apps nie als Daemon im Hintergrund laufen. Klar ist das im ersten Moment ärgerlich hinsichtlich einer Portierung von beispielsweise Adium, aber man muss das mal so sehen: Eine Überprüfung der Apps findet nicht statt (es wird ja eh nur das Application-Bundle ohne Quellcode verschickt). Wenn man wirklich irgendein Programm hätte, das im Hintergrund läuft und im Sekundentakt irgendwelche Daten im Netz hin- und herschickt, dann dürfte es klar sein, dass sowas die Akkulaufzeit des iPhones in den Keller zieht, und sowas fällt dann in der Regel natürlich nicht auf den Entwickler, sondern auf Apple selbst zurück.

Es war von vornerein klar, dass es irgendwelche Kompromisse geben MUSSTE und ehrlich gesagt hatte ich mit wesentlich mehr Einschränkungen gerechnet. Von daher seh ich das ganze nach wie vor positiv.

Man stelle sich vor, Apple hätte gesagt, dass sie keine Einschränkungen vornehmen und jeder (Möchtegern-)Entwickler, der es gerade so hinbekommt Xcode zu starten, seine Programme jedem iPhone Nutzer zur Verfügung stellen kann. - klar, das klingt im ersten Moment "geil", aber wenn man mal ein wenig länger darüber nachdenkt, sollte man schnell zu dem Schluss kommen, dass sowas nicht funktioniert.
Selbst über den Installer sind ja schon bösartige Apps auf das iPhone bzw. den iPod touch gelangt.

Kommentiert von: b00giZm | 10. März 2008; 10:50

@umgehen der Hintergrundprozess-Regel und "Ausschluss" aus dem AppStore:

Pwnage Project vom iPhone Dev Team ftw ;)
(schließlich kann man dann auch programm aufspielen die keine Signierung erhalten haben)

Kommentiert von: suicidefury | 10. März 2008; 11:16

Noch was: Ein Unterschied zum bisherigen "Walled Garden"-Lösungen ist ja, dass Apple nicht etwa ein gefiltertes Internet anbietet. Wenn sie so was machen würden – etwa Bereiche des Netzes für iPhone-Besitzer absperren, wäre das tatsächlich übel. Aber es geht ja primär nicht um die Inhalte, sondern um die Vehikel, mit denen die transportiert werden - also die Programme. In dem Zusammenhang ist mir ebenfalls schleierhaft, warum die da das Wort "Porno" erwähnt haben. Wie schon gesagt - was ist ein Porno.app? Solange Safari anzeigt, was immer das Internet hergibt (Flash fehlt natürlich), ist's für mich noch zu früh, von Zensur zu sprechen. Wenn's anders wäre, würde ich (und wohl noch einige mehr) mit auf die Barrikaden gehen.

Kommentiert von: iBens | 10. März 2008; 11:18

@Dr. Gonzo
Ich koennte mir vorstellen ein 'Porno App' koennte irgendwas mit dem bewegungssensor zu tun haben, so zum schuetteln.

Kommentiert von: cannuc | 10. März 2008; 11:50

Der App-Store ist doch einfach nur die konsequent fortgesetzte Big-Brotherisierung der Firma Apple, die sich ungefähr seit iPod und iTunes(Music)Store abzeichnet. Schön, dass auch hier endlich die Argumente vertreten werden, die bereits seit langem gegen die zunehmende Microsoftisierung der ehemaligen Firma Apple Computer, Inc. richtig waren, insbesondere wegen der aggressiven Ausgrenzung von offenen Formaten in QuickTime und iTunes.

Offene Standards ohne zentrale Kontrolle haben insbesondere auf einem Markt wie der Telekommunikation auch den entscheidenden Vorteil, dass es keine Probleme mit Stasi-2.0-Schergen wie Schäuble & Co gibt, die solche zentral selektierenden Firmen zur Kontrolle ihrer Nutzer zwingen könnten, wie das für E-Mail-Überwachungen oder Vorratsdatenspeicherung durchgezogen wurde und für den Bundestrojaner noch wird.

Da bin ich statt Markt-Ideologie wie Steve Jobs doch lieber ein Anhänger von individualistischen Bürgerrechts-Werten, die den Macintosh etabliert hatten, oder wie Steve Wozniak das formulierte: "But remember, the people who wrote the OS X weren't the people who developed the Lisa and Macintosh. Those guys are gone."

Kommentiert von: PowerPC | 10. März 2008; 11:55

Echte Killerapplikationen für das iPhone und insbesondere iPod Touch sind IMHO VoIP und Mashrouting.
Dadurch könnten die Geräte ohne den Umweg über die Mobilfunkanbieter bzw. Hotspots untereinander kommunizieren und beispielsweise iPhone-User mit Datenflat ihr Internet an iPod Touch-User in der Umgebung weiterreichen.
Das Problem der limitierten Bandbreite kann durch Traffic-Shaping gelöst werden - entsprechende Funktionen sind seit Tiger in OSX und damit wohl auch auf dem iPhone verfügbar.

Allerdings würden sich diese Applikationen bei entsprechender Verbreitung massiv auf die Umsätze der Mobilfunkanbieter auswirken.

Ich bin sehr gespannt ob Apple entsprechende Applikationen in den App-Store aufnimmt.
Tun sie dies nicht, so würde ich dies tatsächlich als protektionistischen Akt verstehen - was sowohl moralisch als auch wettbewerbsrechtlich kein gutes Licht auf Apple werfen würde.

Kommentiert von: Bischof | 10. März 2008; 12:14

Tant de bruit pour une omelette! Also ich finde es legitim, dass Apple diktieren kann, welche Software wie auf dem iPhone läuft. Zudem denke ich, dass es auch sinnvoll ist, man schaue sich nur mal die tausenden Jamba und anderen Anbieter an? Mangamiezen auf dem iPhone? Geile Stuten und zwiespältige Spiele? Naja, also ich kann gut drauf verzichten. Dann lieber saubere und ordentlich geschriebene Programme. Apple will auf dem iPhone eine heile Welt und ich begrüße das!

Kommentiert von: Moralprediger | 10. März 2008; 12:22

Also ich empfinde die fehlende Multitasking Unterstützung im iPhone als Schritt weit zurück in die Vergangenheit und ärgere mich täglich darüber. Wenn man wenigstens schnell zwischen den Applikationen umschalten könnte (z.B. durch Gesten), aber immer erst über Home zu gehen nervt auf Dauer doch erheblich.

Kommentiert von: Ralf | 10. März 2008; 13:28

also wird hier dann gefordert, dass apple jedes programm in seinen store aufnimmt, egal was auch immer es für einen mist macht, weil ja der mündige iphone-user selbst rausfinden soll/kann wie toll dialer (das würde ich mal als porno-app bezeichnen) und ähnliches sind... ebenso ist es o.k. wenn programme permanent energie fressen, endlose downloads generieren und auch sonst keinerlei beschränkungen haben... und weiterhin muss sowieso jeder diesen store verwenden und muss sich auch ein iphone kaufen...

also manchmal wird das sehr bizarr hier...

Kommentiert von: roger | 10. März 2008; 14:22

Leute das mit es kann immer nur eine ap laufen

ist bei android genau das gleiche,
es gibt anwendungen und es gibt services aber es kann immer nur eine Anwendung laufen also auf dem Bildschirm angezeigt werden. Bin nur mal gespannt ob apple das auch so elegant löst wie google

Kommentiert von: thar | 10. März 2008; 14:28

ach ja vergleicht das mal nicht mit nem pc sondern das vertirebsmodell ist ehr mit ner Konsole vergleichbar, und da sind die konkurenten midnestens so restriktiv

Kommentiert von: thar | 10. März 2008; 14:29

was vielleicht auch noch vergessen wird ist, dass apple ja schon einen qualitätsanspruch hat und dem kann man nur gerecht werden, wenn man den überblick behält und seine eigenen produkte nicht mit jedem schrott zumüllen lässt, den irgendwelche kids bekifft programmiert haben. qualität statt quantität ist mir auf jeden fall lieber.

Kommentiert von: m. | 10. März 2008; 14:48

"also wird hier dann gefordert, dass apple jedes programm in seinen store aufnimmt, egal was auch immer es für einen mist macht, weil ja der mündige iphone-user selbst rausfinden soll/kann wie toll dialer (das würde ich mal als porno-app bezeichnen) und ähnliches sind... ebenso ist es o.k. wenn programme permanent energie fressen, endlose downloads generieren und auch sonst keinerlei beschränkungen haben... und weiterhin muss sowieso jeder diesen store verwenden und muss sich auch ein iphone kaufen...

also manchmal wird das sehr bizarr hier..."

Keiner behauptet Apple müsse alle Programme in den AppStore aufnehmen. Wenn sie keine PornoApps drin haben wollen, bitte. Mir, und vermutlich auch den anderen, geht es darum, dass die Möglichkeit beliebige Programme auf das iPhone zu bringen generell ausgeschlossen ist, und der AppStore der einzige Weg ist an Programme zu kommen.

Nochmal: Ich möchte für MICH Programme schreiben, die auf MEINEM Gerät laufen. Ich möchte sie nicht im AppStore verkaufen und wenn doch muss ich eben schauen, dass sie Apples Vorstellung "sauberer" Programme entsprechen. Wenn nicht verschicke ich das App eben per Email an Freunde, aber diese Möglichkeit besteht nicht.

Kommentiert von: Unruhschuh | 10. März 2008; 15:02

Ich vermute, dass es darauf hinaus läuft, dass sich etliche Leute, die *spezielle* Apps auf ihrem Gerät haben wollen die 99$ leisten und dann die Quellen untereinander tauschen. Für eine echte VoIP-Anwendung würde sich die unter Umständen schon nach wenigen Monaten rentieren.

Und die Zwangsbeendigung der Applikationen lässt sich sicher auch mit dem SDK beheben, denn immerhin läuft auch Safari im Hintergrund weiter. Ich wüsste auch nicht, wie Apple wirklich verhindern will, dass eine Applikation einen launch-Deamon installiert.

Das derzeitige Verfahren führt auf jeden Fall in eine Sackgasse. Apple kann nicht gleichzeitig der alleinige Vertreiber und Zensor der Applikationen sein. Denn dies würde zwangsläufig in eine kartellrechtlich bedenkliche Situation führen.

Kommentiert von: iPhone moblog | 10. März 2008; 15:24

@ unruhschuh : ja, dass ist wieder das parade-apple problem, dass es nicht GENAU DEINE einzelerwartung erfüllt, sondern sich um die bedürfnisse der breiten masse sorgt. böse von apple... ja, ja...

kann man das jammern mal bis zu dem zeitpunkt verschieben, an dem ein "unsauberes" programm mal abgelehnt wurde? hier werden wieder probleme erzeugt, die eigentlich nicht existieren...

ansonsten: "Denn dies würde zwangsläufig in eine kartellrechtlich bedenkliche Situation führen." - ja, genauso bedenklich wie jeder andere store, der porno und schadsoftware nicht in seinem angebot hat - oh mann...

Kommentiert von: roger | 10. März 2008; 15:31

"Adeppten" – das ist eine schöne Wortkreation, englisch und deutsch in einem. ;-)

Kommentiert von: macinfo | 10. März 2008; 16:13

Re: "Das derzeitige Verfahren führt auf jeden Fall in eine Sackgasse. Apple kann nicht gleichzeitig der alleinige Vertreiber und Zensor der Applikationen sein. Denn dies würde zwangsläufig in eine kartellrechtlich bedenkliche Situation führen."

So funktioniert es bei den Konsolen seit Jahren. Nicht nur im Bereich der vergleichenbaren Onlinemarktplätze für XBox 360, Wii oder Sony PS3, sondern auch was das Erscheinen von Modulen/CDs/DVDs angeht. Ohne Lizenzvereinbarung bzw. gültigen Kontrakt, kein normales Erscheinen auf den Konsolen. Nicht online und nicht auf ein Medium.

Und es funktioniert übrigens nicht schlecht: die Konsolenspiele haben inzwischen den PC-Spielemarkt das Wasser abgegraben.

Kommentiert von: dogfood | 10. März 2008; 16:37

"ansonsten: "Denn dies würde zwangsläufig in eine kartellrechtlich bedenkliche Situation führen." - ja, genauso bedenklich wie jeder andere store, der porno und schadsoftware nicht in seinem angebot hat - oh mann..."

Es führt genau deshalb zu einer kartellrechtlich bedenklichen Situation, da der AppStore der EINZIGE Store sein soll, über den man Software beziehen kann. Über die Tatsache, dass es bei Amazon keine Pornos gibt, regt sich niemand auf, die kann man woanders kaufen.

Wir müssen nicht erst warten, bis ein Problem mit einem nicht genehmigten Programm auftritt, da - wenn die Regeln so umgesetzt werden wie sie jetzt verkündet wurden - sind diese Probleme Fakt.

Ich jammere übrigens nicht, dass Apple es gerade mir nicht recht macht, das tun sie ansonsten nämlich, ich jammere, weil Apple Anstrengungen unternimmt es mir unrecht zu machen. Würden sie sich einfach nicht darum kümmern, was der Benutzer sonst noch für Programme installiert, dies aber nicht unterstützen, hätte ich kein Problem damit.

Dass der AppStore eine "sichere Insel" werden soll begrüße ich! Für jemanden, der sein iPhone einfach benutzen möchte wie es ist und sichere Software installieren will ist das optimal. Ich verstehe nur nicht, warum den Bastlern Steine in den Weg gelegt werden müssen.

Kommentiert von: Unruhschuh | 10. März 2008; 16:43

@Matthias Dietrich: Du schreibst "Danke, Manuel!". Heißt das, der Beitrag wurde von einem Manuel verfasst und von dir veröffentlicht? Oder wie kann man das verstehen?
Wenn mir jemand per Mail einen Link o.ä. geschickt hat, der im Artikel Einsatz findet, dann bedanke ich mich dafür. In diesem Fall war es Manuel, der mich schon vor längerem auf die iPhone Human Interface Guidelines hinwies. Ich habe das Danke nun an die passendere Stelle gesetzt :)

@all: vorab - ich freue mich sehr über diese Diskussion und über die teils sehr ausführlich dargelegten Standpunkte.
Das Ziel des Artikels lag gar nicht in "Aufregung" oder "Skandal, Skandal"-Geschrei, sondern in genau der Diskussion über die Bedingungen und Limitierungen des App Store.
Ich bleibe selbst einfach gespalten gegenüber den App Store - ich freue mich auf der einen Seite extrem darauf und halte diesen für eine der grandiosesten Chancen für den Vertrieb von mobilen Applikationen und einen deutlichen Fortschritt für die Plattform rund um das iPhone OS. Zugleich ist Apples Totalkontrolle bedenklich, nicht weil der firmeneigene App Store sauber gehalten wird, sondern weil keine andere Möglichkeit zur Programminstallation geboten wird (neben inoffiziellen Jailbreak-Methoden etc., um die es mir hier gar nicht ging).
Ich begreife iPhone und iPod touch als Mac mit Touchoberfläche und dementsprechend möchte ich selbst über die darauf laufenden Programme entscheiden können und dies nicht nur auf Basis der willkürlichen Vorselektion des Plattformherstellers.

Kommentiert von: Leo | 10. März 2008; 16:56

[hab leider nicht alle kommentare durchgelesen]
unter "no porn" verstehe ich nicht etwa dialer (wie soll man sich das auf dem iphone vorstellen?), sondern eine ganze genre von apps, welche erotische inhalte enthalten. darunter also z.B. strippoker etc. wer sich dafür interessiert wird im internet noch zahlreiche andere spiele in der richtung finden… auch z.B. eine kamasutra-nachschlage app könnte von der einschränkung betroffen werden, welche ich wohl kaufen würde falls ich eine freundin hätte ;-). ich finde es nicht gut, dass apple hier, dank der exklusivität des content bezugs, sittenwächter spielt… andererseits ist der verzicht auf gewisse inhalte wie gewalt oder sex in einem store natürlich das recht eines jeden händlers (siehe migros schweiz: kein alk, kein tabak). aber bevor ihr noch versucht aus dem text auf meine persönlichkeit oder mein sexualleben zu schliessen; themawechsel.
ein ping alle zwei sekunden ist so gut wie nichts; sowohl bezüglich bandbreite, als auch prozessorleistung. das iphone unterstützt multitasking; es laufen auch bereits programme im hintergrund wie z.B. die uhr, die akku anzeige, der sms-empfang deamon, … ein voip telefon macht z.B. erst richtig sinn, wenn man anrufe darauf auch während dem surfen empfangen kann. in dem bereich zwängt apple die entwickler einfach in die möglichkeiten, die auch schon mit alten java handies möglich waren; einfach mit ausgezeichneten frameworks. schade, wenn man bedenkt, was alles möglich gewesen wäre. selbst symbian erlaubt mehrere offene anwendungen. technische argumentationen konnten mich bisher nicht überzeugen.
android hat übrigens diesbezüglich ein extrem gutes konzept…

Kommentiert von: stephan | 10. März 2008; 17:10

Ist natürlich schade mit dem Pr0n. Dadurch hat Apple mich um meine erste Million gebracht. Jetzt wird definitiv nichts aus meinen beiden Killerapplikationen iBusenMemory und Titty-Touch :-(

Kommentiert von: nixoninchinatown | 10. März 2008; 17:41

hi
wir wärs wenn wenn einer ne art installer2 baut und das im installer vertickert. dann könnten über diesen neuen installer2 mehr und andere apps verteilt werden. natürlich muss man das teil ein wenig tarnen oder umbenennen aber ne idee wärs doch^^. und ich finds schade, dass man 99 dollar zahlen muss, obwohl man evtl nur kostenlose apps bauen will.
mfg

Kommentiert von: Terraloader | 10. März 2008; 18:51

Das mit dem Monopol-Vergleich ist doch hanebüchen. Ein Monopol wäre es, wenn es außer dem iPhone kein weiteres Smartphone auf dem Markt geben würde. Hier werden etwa immer wieder die Spielekonsolen genannt: Redet da jemand vom Nintendo-Monopol, weil nur von Nintendo genehmigte Software auf der Wii läuft? Wenn Nintendo 90 Prozent des Marktanteiles für Spielekonsolen hätte, wäre es in der Tat monopolrechtlich bedenklich.

Kommentiert von: iBens | 10. März 2008; 19:02

pr0n-App: Larry der Fensterputzer ;-)

Kommentiert von: larsvader | 10. März 2008; 20:21

@ iBens : exakt so ist es...

die monopol-schreier hier vergessen leicht, dass apple den store überhaupt nicht öffnen müsste und nur von apple programmierte apps vertreiben könnte. dann könnte hier auch keiner ein problem damit haben. kleiner tipp: auf 1.x laufen offiziell nur apple apps (monopol, monopol!!!). aber nee, hier wird wieder ein szenario aufgefahren, dass sich die balken biegen.

wehe apple würde alles zulassen und der erste dialer oder sonstwas würde auftauchen... wie soll denn ein komplett offener store gegen sowas geschützt werden? oder wäre da dann zensur korrekt - nö, denn dann hätte ich gerne einen dialer/viren/usw und möchte die unbedingt auf meinem iphone installieren können - sonst wende ich mich ans kartellamt...

das ist eine komplette sinnfrei-diskussion hier ohne jegliche substanz...

Kommentiert von: roger | 10. März 2008; 20:25

"das ist eine komplette sinnfrei-diskussion hier ohne jegliche substanz..."

Wäre sie nicht, würdest Du und andere lesen was hier geschrieben wird, und nicht gegen imaginäre Argumente angehen, die niemand vorgebracht hat, also nochmal zum mitschreiben:

Du sprichst von "alles zulassen" und "komplett offener store" aber es behauptet niemand, Apple sollte alle Programme, die irgendjemand veröffentlichen will in den AppStore aufnehmen. Worüber sich viele beklagen ist die Tatsache, dass Apple aktiv gegen Versuche anderer vorgeht, die versuchen Software auf das iPhone zu bringen.

Es könnte so einfach sein: Jeder, der ein sicheres System haben will installiert nur Programme aus dem AppStore und alle die das Risiko eingehen wollen installieren sich den Installer.

Kommentiert von: Unruhschuh | 10. März 2008; 21:10

Sinnfrei und ohne jeglich Substanz war jetzt nur das roger-Posting, das hier tatsächlich die Balken zum biegen bringt, was da alles für Dialer oder Viren kämen ohne den App Store, dabei kann ich selbst auf Mac OS X Programme und Systemerweiterungen installieren, die ich aus welchen Quellen auch immer gesogen habe. Selbst Pornos zeigt so ein Mac im QuickTimePlayer mit WMV und Perian an, ohne daß Viren oder Dialer auftauchen. Wie kann dieser roger nur so einen Mist behaupten, dass irgendwelche angeblich nach einem Kartellamt kreischenden Mac-User davor auf dem iPhone beschützt werden müssten?

Nein, es geht hier tatsächlich um die Frage, ob sich diese Entwicklung seit Einführung der mit Konsum zu befüllenden Gadgets (iPod) auch weiter in Mac OS X durchsetzt, dass mit allen Idealen der vormaligen Plattform Macintosh gebrochen wird. Ich fürchte, ja...

Kommentiert von: PowerPC | 10. März 2008; 21:13

Ist ja gut, PowerPC... Wir wissen langsam, dass Du seit dem das Diskettenlaufwerk in Macs abgeschafft wurde, ein nicht zu lösendes Problem mit Veränderungen und neuen Strategien hast... Das ist schade, aber da kann man halt nichts machen...

Kommentiert von: roger | 10. März 2008; 22:00

Haben wir nicht alle das beste Hobby der Welt!? Großartig, wie sich die Emotionen immer wieder aufs neue entladen.

@Leo
Ist es nicht an der Zeit, einen eigenen Kommentar-Feed einzuführen, oder hab ich den übersehen?

Kommentiert von: Christian | 10. März 2008; 22:22

@roger: Also die Abschaffung der Diskettenlaufwerke hatte ich von Anfang an begrüßt, denn damals habe ich längst schon nur noch auf CDs gebrannt. Aber einer wie Du kann halt nur dümmliche persönliche Angriffe, wenn Dir die Argumente ausgehen:

Wo sind denn die Viren und Dialer, die ich mir nach Deinem Geschreibsel auf einer Mac-OS-X-Plattform einfangen müsste, wenn ich mir zum Beispiel einen GraphicConverter selbst und direkt in Peine kaufen kann, anstatt über einen App Store in Cupertino? Würde ich künftig noch so coole Bundles wie jene beiden für fünfzig Dollar bei macupdatepromo.com gekauften bekommen, wenn ich so etwas über den Apple App Store kaufen müsste? Oder wird Apple die Entwicklergemeinde mit seinen Provisionsforderungen, seinen unflexiblen Geschäftsmodellen und mit komplexen Regelwerken genauso gegen sich aufbringen, wie sie das mit der Musikindustrie im iTS geschafft haben? Ganz zu schweigen von dem via DRM geschlossenen System iTS/iPod, das auf einmal nur die Musikindustrie so geschlossen haben wollte, als Apple wegen zunehmend DRM-freier Konkurrenz unter Druck geriet.

Warum braucht ein Mac OS X auf eine iPhone nun unbedingt strenger kontrollierte Sicherheitsanforderungen als ein Mac OS X auf einem Macintosh? Ich wage einfach mal die Vermutung es sind einfach nur Aktionärsinteressen, die für das App-Store-Modell sprechen. Nicht wirklich verwerflich, keineswegs, aber irgendetwas anderes sollte mir da auch niemand vorlügen...

Kommentiert von: PowerPC | 10. März 2008; 23:37

Naja, No Porn heißt woh eher kein Hardcore, was ja in Ordnung ist. Im iTMS gibt es, nach einer von mir soeben durchgeführten Recherche dutzende Podcasts mit erotischen und sexuellen Themen, aber eben alles in Maßen bebildert ;) Wenn Apple einen Kakasutra-Podcast erlaubt, wird es wohl auch ein Kamasutra-App mit gezeichneter oder "softer" Bebilderung erlauben. Und derjenige, der sich am nähesten an Apples Grenzen rantasten kann, wird eben 1$-App Millionär ;)

Kommentiert von: Chris | 10. März 2008; 23:49

die Frage die ihr hier alle völlig überseht: was ist mit Leuten wie mir, die endlich Pornos auf Ihrem iPhone haben wollen. Son scheiss, die ganze Press Konfi hab ich auf die Ankündigung von hardcore und Fetisch stuff auf meinem Telefon gewartet, und jetzt diese Einschränkung :-(

Kommentiert von: Lala | 11. März 2008; 00:23

Pornographie war seit es Medien gibt bisher noch immer eine entscheidende Triebfeder jeder Befreiung und Liberalisierung. Lala dürfte daher am Ende sowieso zu den Gewinnern zählen...

Kommentiert von: PowerPC | 11. März 2008; 01:03

Das ist Apple's Form der Telefonüberwachung.

Ob ein Film oder Anwendung für mich angemessen ist oder nicht möchte ich selbst entscheiden.

"Die Sünderin" mit Hildegard Knef wurde seinerzeit als Pornografie bezeichnet. In manchen amerikanischen Köpfen ist das tragen eines Bikinis bereits grenzwertig, ganz zu schweigen von FKK.

Alles natürlich zu meiner Sicherheit und moralischen Stütze.
Scheinheilig nennt man soetwas, nicht mit mir.

Die 1$ App Millionär Geschichte ist ein guter Schachzug, um Horden von Programmieren dazu zu bewegen, Software zu schreiben. 98% von denen werden effektiv einen Stundenlohn bekommen, der unter dem einer Putzfrau ist.
Sehr wenige werden damit einen halbwegs angemessenen Stundenlohn erwirtschaften, und die werden sie uns dann präsentieren. Vermutlich werden sie dann versuchen, die besten Köpfe zu sich ins Boot zu holen.

Wenn die große Mehrheit dann später begreift dass sie quasi kostenlos Apples Produkt promotet hat, ist es zu spät.

Kommentiert von: Gonzo | 11. März 2008; 08:13

das ganze ist aber schon ein bisschen eine pseudodiskussion - oder?

es geht doch darum wie offen das iphone sein soll/kann/darf.
allen die es bisher ohne jailbreak genutzt haben ist es offenbar offen genug gewesen.
mit dem sdk ist es auf jedenfall offener als ohne. ich denke mal diese neue ebene der offenheit wird vielen reichen, die bisher jailbreak eingesetzt haben.
dann gibts noch die, denen es nicht weit genug geht und die gerne jede verfuegbare software auf dem iphone installieren koennen moechte.
und dann gibts noch den einen der unbedingt software die er selbst entwicklet hat nur auf seinem iphone haben moechte (was das wohl sein mag?).

achso dann gibts natuerlich noch die die nu opensource auf ihr telefon lassen (die telefonieren wahrscheinlich erst seit dem es linuxhandys gibt - denn die waehlscheiben apparate waren auch nicht opensource ...)

es gibt also immer leute denen ist es nicht offen genug.

auf der anderen seite steht apple, das entscheiden muss, wie weit man das iphone oeffnet und gleichzeitig dabei sicherstellt, dass nicht allzuviele daus ihr iphone zerschroten. geld verdienen will man ja auch noch, also muss auch das sichergestellt werden.

der kompromiss sieht wie folgt aus:
apple zieht die grenze der offenheit dort wo es denkt die meisten user erreichen zu koennen und alles easy im griff zu haben und der user entscheidet ob ihm die grenze weit genug gezogen ist und wenn nicht kauft er ein openmoko.

btw: das ding ist kein computer und deswegen hinken die vergleiche mit dem mac. und nur weil manche aus jeder brotbuechse einen computer machen wollen, heisst das noch lange nicht, dass apple das auch will.

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 08:52

Hallo Tolle Seite weiter so Gruß

Kommentiert von: Daniel Schmitz | 11. März 2008; 09:33

Das was hier an Argumenten für das iPhone angeführt wird kann man genauso auf jeden PC übertragen.

Vielleicht wird Apple mit der selben Argumentation die selben Einschränkungen auf den Macs einführen, wenn sie damit auf dem iPhone Erfolg haben und damit Geld machen.
"Sie wollen mich ja nur beschützen".

1984 ich ganz anderem Licht.

Der mündige User ist anscheinend zunehmend in der Minderheit.

Kommentiert von: Gonzo | 11. März 2008; 09:38

die 1$ geschichte wird wohl auch dazu fuehren, oefter mal apps zu kaufen, die im nachhinein staub ansetzen, weil es vielleicht eine neuere, bessere 1$ app gibt.

natuerlich kann man die argumente auf einen PC uebertragen. und wenn man sich die ganzen applikationen von apple fuer den mac ansieht, die einen direkten zugriff auf das dateisystem im herkoemmlichen sinne mehr und mehr obsolet machen (diese ganzen bibliotheksbasierten programme wie itunes,iphoto,aperture), dann kann man sich auch bestaetigt fuehlen.

man kann aber auch denken, dass apple das macht weil sies koennen, weil sie es fuer benutzerfreundlicher halten. man kann auch denken, dass das iphone in mancher hinsicht mehr ipod als mac ist: ein reines (single?)enduser-geraet. ein mac aber ist ehrheblich mehr: multiuser faehig, server faehig, erweiterbar etc.

das profil des durchschnitts computer users aendert sich mit der zeit. frueher hat man sich bewusst fuer einen computer entschieden - heutzutage muss man sowas fast haben. so ein computer wird heutzutage aus relativ trivialen gruenden gekauft (email, textverarbeitung) und wenn man sich eingearbeitet hat (crack-level), dann soll er noch youtube koennen. ende - aus - banane. das ding muss funzen. am besten stabil und wenn ichs aus der kiste nehme. das hat nichts mit endmuendigt sein zu tun. ich repariere mein auto auch nicht selber, obwohl es so alt ist, dass ich es eigentlich tun muesste. grund: vollkommenes desintresse. bei heise.de/auto wuerden sie mir wahrscheinlich unterstellen, dass ich entmuendigt bin.

den aerzten in amiland ist es doch auch scheissegal, ob sie die pillenapp ueber den appstore beziehen oder uber den installer. von der bedienung her tendieren sie wahrscheinlich zum appstore. "nimmst du die rote oder die blaue pille" ;-)

und den "sega" und "ea" spielern ist der appstore sicher auch lieber. apple war schon immer eine fima die alles einfach machen wollte. sie wollten publikum erreichen, was sonst vor der technik zurueckschreckt. der appstore ist in der hinsicht konsequent.

warum sollten sie sich fuer die glueckseligkeit von 10% ihrer moeglichen user probleme bei den anderen 90% einhandeln?

was ist wenn ein pubertierendes arschlochkind seine eltern aergern will? oder 'ne ex ihren *******? (umgekehrt ist es wahrscheinlicher)

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 10:16

@blubb | 11. März 2008; 08:52, 10:16
muß dir so ziemlich recht geben!
ich begrüße zwar auch nicht jede entscheidung apples und bemerke, daß george orwell heute leider immer mehr rechtbekommt mit seinem „1984“...
aber deshalb so zu jammern/sudern, wie so viele hier, ist ja echt schrecklich! ich dachte immer, wir östterreicher sind in diesem bereich die weltmeister ;) aber anscheinend toppen uns die deutschen noch :)
es ist nicht alles gold im amiland, aber ein bißchen mehr positive einstellung (NICHT naivität oder dummheit!) hilft uns sicher allen. laßt euch doch erfreuen und begeistern von neuerungen, auch wenns nicht immer das ist, was ihr euch persönlich wünscht...
und hört doch endlich auch auf mit dieser geiz ist-geil-mentalität! ich war auch mal schüler und student und hab halt nebenbei gearbeitet und so lange gespart bis ich mir dann das gewünschte leisten konnte!
den Osterhasen & das Christkind gibts halt leider doch nur in unseren kindheitsträumen ;)
als letztes: nix gegen windows-user, aber mir gehts am arsch, wenn jeder dahergelaufene schüler (oder was auch immer), der glaubt er is der chief-programmierer/ -hacker, einen Mac oder iPhone etc. zerlegt und jeden mist drauf laufen lassen will! bleibt doch bei euren selbst zusammengebauten nonames! sry!

Kommentiert von: lifesmile | 11. März 2008; 11:05

Kleiner Tipp noch: Wer sich von Apple gegängelt fühlt, Orwellsche Vergleiche anbringen muss, seine Kindergartenansprüche nicht erfüllt sieht, eh alles seit iPod bzw. Intel nur in Konsum und Kommerz sieht und auch sonst im Leben aufgrund seiner Borniertheit alles nur schlecht empfindet, möge sich doch einfach keine Apple Produkte bzw. die dazugehörige Philosophie mehr kaufen... Es besteht weder eine iPhone Kaufpflicht, noch eine Updatepflicht auf 2.0...

ansonsten zitiere ich mal blubb: "btw: das ding ist kein computer und deswegen hinken die vergleiche mit dem mac. und nur weil manche aus jeder brotbuechse einen computer machen wollen, heisst das noch lange nicht, dass apple das auch will." und nochmal: Apple müsste SEINE Platform überhaupt nicht öffnen. Punkt.

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 12:00

Apple macht alles nur zum Wohle des Kunden, wer das nicht sieht ist blind. Der Antrieb Apples ist nicht Geld, sondern Innovation. Hat Steve doch selbst gesagt und nein, Steve lügt nicht.

Man ist gerne bereit ein wenig mehr zu zahlen, dafür bekommt man auch absolut bugfreie Systeme.

Kommentiert von: Vroom | 11. März 2008; 12:21

fuer ein boersennotiertes unternehmen ist apple ziemlich nah an dieser philosophie.

bei einem non profit unternehmen waere natuerlich weitaus mehr drin - sind sie aber nicht.

da wird auch schon mal etwas ausgereiftes und beliebtes in die tonne getreten nur um einen argwoehnisch beobachteten neuanfang zu wagen, den keiner versteht (imovie). so etwas sollte mal microsoft passieren :-)

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 12:41

@roger: Du hast vollkommen recht, dass Apple seine Produkte überhaupt nicht öffnen müsste. Ebenso, wie niemand auch nur irgendein Produkt von Apple kaufen müsste.

Nun ist es aber so, dass ich vor 7 Jahren zu MacOSX gewechselt bin, eben weil sie mit Unix einen offeneren Weg beschritten haben. Und im Windschatten meines Wechsels sind inzwischen ca. 30 Apple-Produkte mit einem durchschnittlichen Warenwert von ca. €1500 über den Ladentisch gegangen.

Wenn Apple eine Trutzburg sein will, können sie das gerne tun. Ich werde dann jedoch meine Einkaufspolitik auf den Prüfstand stellen. Der Kauf eines EeePC ist z.B. ein deutliches Zeichen, dass ich nicht mehr 100% zufrieden bin. Aber hey, wen interessiert es, ob ich bei Apple kaufe, oder nicht.

Kommentiert von: iPhone moblog | 11. März 2008; 12:56

da frage ich mich jetzt doch einfach nochmal, was denn ein iphone mit mac os x zu tun hat. wenn ich jede firma boykottieren wuerde, die irgendein produkt im sortiment hat, dass mir nicht gefaellt, dann wuerde ich viel geld sparen ;-)

"ich habe mir damals eine waschmaschine von bauknecht geholt, weil die energieeffizienzklasse A hatte. inzwischen ist meine komplette kueche mit bauknecht ausgestattet. wenn die nicht bald einen waeschetrockner mit energieeffizienzklasse A rausbringen, dann kaufe ich bei der konkurrenz. der miele eierwaermer den ich mir neulich zugelegt habe ist ein untruegliches zeichen"

ich sage nur:
T. Soprano - alte Frau - Virginia Schinken !

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 13:20

@blubb: Auf dem iPhone läuft OSX.

Ich entwickle Software für Unix/OSX und habe eigentlich die Hoffnung meine Software auch auf dem iPhone benutzen zu können. Derzeit kann ich das ohne irgendwelche Probleme, weil mein eigenes Gerät gehackt ist. Für unsere Mitarbeiter kann ich jedoch nicht guten Gewissens gehackte Geräte einsetzen.

So, wie es momentan aussieht hat sich Apple entschieden, einen Schutzwall um die Geräte zu erreichten, die es uns nicht ermöglicht unsere Software einfach und komfortabel auf die iPhones zu bringen. Wir werden wohl für jeden Mitarbeiter einen SDK-Account anlegen und 100$ bezahlen und die Distribution der Releases über den Quelltext machen.

Oder eben andere Geräte kaufen. So es denn welche gibt, die halbwegs, das können, was das iPhone kann.

Kommentiert von: iPhone moblog | 11. März 2008; 13:38

@iPhone moblog: Was spricht gegen das Enterprise Program? Für 300€ bekommt man eine private Sektion im App-Store. Programm übersetzen, hochladen und jeder MA hat Zugriff auf die aktuelle Version. Was ist daran unkomfortabel?

Kommentiert von: jack | 11. März 2008; 13:58

mobile OSX != Mac OSX (vgl. Java ME != Java SE)

ansonsten wuerde ich auch eher zu jacks vorschlag tendieren. wenn ihr ein kleine firma ist das natuerlich pro person teurer, als fuer firmen wie nike oder disney.

ich habe ja auch nie behauptet, dass apples loesung fuer alle friede, freude, eierkuchen bedeutet.

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 14:11

@ iPhone moblog: Und das ist genau der Punkt, den ich kritisiere. Apple soll für Supersonderspezialfälle alles ermöglichen, dafür dann aber seine Philosophie, sein Geschäftsmodell, seine Strategie und sein -bislang von der Konkurrenz auch nicht annähernd erreiches- neues System öffnen/verbiegen/in Frage stellen/aufgeben...

Für die Leute die jeden Mist programmiert haben müssen und sich gerne auch mal mit Inkompatibilitäten und sonstigem System-Gemurkse beschäftigen wollen, gibt es so ein System schon: Windows Mobile. Das ist gar nicht so arg schlecht, kann viel viel mehr als jedes iPhone - ist aber eben eine völlig andere Philosophie und eine andere Welt als ein iPhone. Und ich bin froh, wenn das so bleibt und Apple sieht das wohl genauso...

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 14:38

@jack: Es spricht im Prinzip nichts gegen das Enterprise Programm. Aber für uns ist ein Punkt extrem wichtig, den wir bei den derzeitigen Konditionen offensichtlich nur an Apple vorbei realisieren können: die Möglichkeit Services zu installieren oder Programme im Hintergrund weiterlaufen zu lassen.

Ich verstehe aber eigentlich die ganze Diskussion hier nicht. Es gibt Leute, denen der von Apple gewählte Weg nicht gefällt, weil er sehr restriktiv ist. Und diese Leute sind keine notorischen Nörgler, sondern einfach gewöhnt, dass eine von ihnen benutzte Plattform nach den eigenen Wünschen erweiterbar ist. Das von Apple gewählte Geschäftsmodell beim Vertrieb des iPhone zwingt Apple jedoch zu einem restriktiveren Vorgehen als ihre Konkurrenz. Und darüber rege ich mich aus einem bestimmten Grund auf: ich mag es, wenn in meiner Umgebung immer mehr Apple-Geräte auftauchen.

Der von Apple gewählte Weg führt nach meiner Meinung zu einer Behinderung der Verbreitung. Das ist schade.

Kommentiert von: iPhone moblog | 11. März 2008; 14:55

"...sondern einfach gewöhnt, dass eine von ihnen benutzte Plattform nach den eigenen Wünschen erweiterbar ist..."

Und das ist jetzt eine neue Plattform und da verhält es sich eben anders. Punkt. Wenn ich mir einen Toaster kaufe, rege ich mich auch nicht auf, dass ich den nicht zur Kaffemaschine umprogrammieren. Und das iPhone ist per Definition des Herstellers kein PDA oder Laptop, sondern immer noch ein Mobiltelefon + iPod + Internet.

"Der von Apple gewählte Weg führt nach meiner Meinung zu einer Behinderung der Verbreitung. Das ist schade."

Falls es denn so wäre -was ich bestreite- läge es in der Tradition Apples ;-)

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 15:09

Schön erstmal, dass roger hier sein Schäuble-mässiges Hysterie-schüren von Angst vor Viren und Trojanern aufgegeben hat, und dann ist "Tradition" bei Apple vor allem, dass sie es jedesmal selbst waren, die sich ins Knie geschossen haben.

Es gäbe "Diskussionen" wie diese nicht, wenn Apple noch eine Firma mit einem universellen Anspruch wäre, von dem praktisch die gesamte Kundschaft einhellig überzeugt ist, weil die Plattform Macintosh für deren höchst individuellen Ansprüche das jeweils ideale Werkzeug war. Diese Ära ist seit iPod, iTS & wintelSwitch bei Apple endgültig vorbei. Heute ist die Kundschaft von Apple eher so eine neoliberale FDP, die Quartalsabschlüsse und Marktanteile bejubeln und mit sozialdarwinistischer Verdrängungsgeilheit jenen hinterhertreten, die früher mal mit Ansprüchen Kunden waren. Tatsache ist auch, dass die Sachargumente, die gegen Produkte von Microsoft sprechen, heute mehr für Linux und OpenSource sprechen als für Mac OS X, und dass Entwicklungen wie der App Store eher belegen, dass Apple nur als eine Art perfektionierte Firma Microsoft den Markt kontrollieren und gar keine Alternative mehr sein will.

Da mögen dann einige kreischen, dass niemand Produkte von Apple zu kaufen braucht, aber es gibt nunmal auch Kunden, bei denen seit Jahren Daten erstellt unter Mac OS (X) aufgelaufen sind, gerade weil sie in diese Plattform vertraut und sie übrigens auch in deren Krisenzeiten noch finanziert haben. Ob Apple so glücklich damit wird, wenn die weggeekelt sind und sie von der Konsumlust der kreischenden Fanboys abhängig sind, möchte ich bezweifeln...

Kommentiert von: PowerPC | 11. März 2008; 15:54

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich 'PowerPC' mal zustimmen würde, aber der letzte Absatz beschreibt ein Problem, welches ich auch bei Apple immer virulenter sehe. Der Unterschied zum Beispiel zu Cisco, die diesen Prozess vor Jahren auch mal durchlaufen sind und jetzt auf der dunklen Seite stehen ist allerdings, dass Apple sich dieser Problematik bewusst ist.

Nicht umsonst hat John Doerr von KPCB/iFund das Venture Capital explizit für die 'rebells and misfits' ausgelobt. Vor dem Hintergrund der Adaption (Here's to all of the iPhone "misfits, crazy ones"!) des originalen Spots von Apple (Apple - Think Different) ist das sehr bemerkenswert.

Kommentiert von: iPhone moblog | 11. März 2008; 16:36

@ PowerPC : Wie immer aus der untersten Schublade und mit leider nicht funktionierender Rabulistik. Aber darin bleibst Du Dir treu.

Wir wissen ja, dass Du der große Chef-Super-Mac-Immerschondabei-Hart-Arbeiter bist (der aber dennoch immer Zeit findet hier permanent den gleichen Quatsch rumzuposten) und dass Du ohne Konsum und Kommerz ein Paradeleben mit universellem Anspruch und "Die-Linke"-Parteibuch führst. Dafür erstmal ein: toll und noch ein "toll" zu Deiner Entscheidung Dich nur noch mit seligmachendem Linux und heiligem OpenSource zu beschäftigen.

Apple will den Markt "iPhone" kontrollieren: ach Gottchen, wie verwerflich...

Ansonsten gilt auch für Dich kleinen Geiferer: Wer sich von Apple gegängelt fühlt, Orwellsche Vergleiche anbringen muss, seine Kindergartenansprüche nicht erfüllt sieht, eh alles seit iPod bzw. Intel nur in Konsum und Kommerz sieht und auch sonst im Leben aufgrund seiner Borniertheit alles nur schlecht empfindet, möge sich doch einfach keine Apple Produkte bzw. die dazugehörige Philosophie mehr kaufen. Deine über die Jahre erstellten Daten (ROFL) kann man sicherlich in Deine perfekte Open-Source/Linux-Welt mitnehmen, dann wird sicher alles gut...

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 17:11

Der einzige Geiferer bist Du, roger. "Linke-Parteibuch", toller Vorwurf, ich wähl die noch nichtmal, während Du mehr Stasi-Gesinnung hast als die meisten bei denen. Bleib doch einmal beim Thema, anstatt immer nur Deine Lust am persönlichen Niedermachen rauszukotzen. Vielen dank jedoch, dass Du die Konsequenz meiner Postings herausstellst, denn iPhone moblog zuvor fand ich schon erscheckend mit dieser plötzlichen Zustimmung, als würden meine beständigen Überzeugungen auf einmal wieder mehrheitsfähig.

Entgegen Deinem Gepöbel finde ich die Kommerz-Interessen von Apple am App Store überhaupt nicht verwerflich, hatte ich hier sogar ausdrücklich betont, aber Deine Schein-Argumente wie andernfalls drohende Dialer oder Trojaner, die so etwas notwendig machen würden, hast Du nichtmal auf Nachfrage konkretisiert, denn Du weißt schließlich genau, dass Du damit hier nur die Diskussion aufmischen willst. Dass einer wie Du nur ROFLt bei der Vorstellung, dass aufgelaufene Daten einen Wert haben könnten, ist nachvollziehbar, weil Du noch nie etwas mit Gehalt produziert hast.

Der App Store ist eine Entwicklung, erstmal nur für die mobile-Version von Mac OS X, die aber absehebar macht, in welche Richtung sich sich die ehemalige Firma Apple Computer, Inc. entwickeln wird. Wenn Du nichtmal solche Meinungsäußerungen erträgst, bist eigentlich selbst noch unter den heutigen Apple-Usern falsch und eher Steve-Ballmer-Jünger. Also verzieh Dich endlich dorthin, wo Du mit Deiner Gesinnung gehörst, dann wird sicher alles gut...

Kommentiert von: PowerPC | 11. März 2008; 17:28

also wer noch offenen standards schreit und implizit als positivbeispiel dafuer den originalen mac und lisa auffuehrt aber als gegenentwurf dazu mac os x verteufelt, der sollte mal schoen die fuesse still halten.

das iphone businessmodell auf das des macs zu projezieren macht ueberahupt keinen sinn, da es voellig unterschiedliche dinge sind.

wenn jemanden ipod, iphone und appletv stoeren, dann wird doch keiner daran gehindert sich einzig und allein auf den mac zu konzentrieren.

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 17:42

roger reagiert nur auf persönliches und versucht nichteinmal auf Argumente einzugehen. Dass niemand einen "völlig offenen AppStore" fordert, überliest er einfach und springt lieber auf und ab und wirft mit Beleidigungen um sich.

Ich werde das gleiche tun, das ich bei meinen Kindern tun werde, die ein derartiges Verhalten an den Tag legen: Ignorieren

Don't feed the troll.

Kommentiert von: Unruhschuh | 11. März 2008; 17:57

@blubb: Man kann natürlich sagen, dass das iPhone yet another cell phone ist. Dann wäre es zumindest mir und sicher auch sehr vielen der Erstkäufer aber nicht mehr so wichtig. Für mich ist das iPhone ein Paradigmenwechsel auf den ich seit dem Newton warte. Ich gehe davon aus und hoffe es sehr, dass ich in x Jahren überall nur noch Terminals mit Speicherplatz und OpenGL aber ohne OS habe und ich mein mobiles Gerät einfach einstecken oder einchecken kann. Für die meisten Anwendungsfälle dürfte das reichen.

Ich finde es durchaus interessant hier die Meinungen anderer zu lesen, die diese Entwicklung so nicht sehen oder das iPhone nicht in diese Richtung interpretieren. Allerdings verstehe ich den Ton nicht. Es gibt eben unterschiedliche Bedürfnisse an technische Geräte. Apple versucht durch die stärkere Reduzierung auf wesentliche Bedürfnisse, die Benutzbarkeit, die Markenwahrnehmung und Stabilität im Vergleich zur Konkurrenz hoch zu halten. Das ist eine Gradwanderung und solche Diskussionen (vielleicht nicht explizit diese hier) decken die möglichen Richtungen ab, in die es zukünftig gehen kann. Sie sind für mich sinnvoll, weil ich mir eine Meinung bilden kann. Aber ein gegenseitiges Anrotzen ist echt Sch****.

Kommentiert von: iPhone moblog | 11. März 2008; 18:13

"Apple versucht durch die stärkere Reduzierung auf wesentliche Bedürfnisse, die Benutzbarkeit, die Markenwahrnehmung und Stabilität im Vergleich zur Konkurrenz hoch zu halten."

sag ich doch. entweder ich habe lochfrass oder deine argumentation kommt mir etwas schlingerig vor. wenn du ueberall nur noch mobile terminals siehst, dann gibt es nicht mal mehr einen app store. sondern nur noch "rent an app". einerseits scheinst du die "staerkere Reduzierung " logisch begruendet zu sehen, andererseits beschwerst du dich ueber selbige.

im uenrigen koennte ich mir sogar vorstellen, dass enterprise apps etwas kulanter behandelt werden, als normale, weil die telefone nicht bis zum anschlag mit privaten vorlieben vollgekleistert werden, sondern eine ziemlich abgegrenzte applikationsstruktur haben.

wenn man fuer den ottonormalverbraucher applikationen zulassen wuerde, die die ganze zeit laufen, dann beschwert sich dieser bei apple , dass die akkus nach zwei stunden leer sind - nicht bei den usern, die damit umgehen koennen.

ich faende es lustig wenn man selber festlegen koennte, welche apps immer laufen duerfen. dazu muesste den apps ein energieprofil verpasst werden, damit einem ein assistent helfen kann das nicht zuvielen zu erlauben. instruments braeuchte dafuer natuerlich ein energieprofiler ;-)

Kommentiert von: blubb | 11. März 2008; 18:45

das ist einfach eine Diskussion um ungelegte Eier. Deshalb ufert das hier auch so aus und wird unkonkret und pauschal. Warten wir doch mal ein paar Monate ab, wie der App Store tatsächlich bestückt ist. Bringt doch jetzt nichts, sich deshalb die Köpfe heißzureden.

Kommentiert von: iBens | 11. März 2008; 19:06

"roger reagiert nur auf persönliches und versucht nichteinmal auf Argumente einzugehen. Dass niemand einen "völlig offenen AppStore" fordert, überliest er einfach und springt lieber auf und ab und wirft mit Beleidigungen um sich."

Das kann ich leider so nicht stehen lassen. Bitte setze "völlig offenes iPhone" anstelle von "völlig offenen AppStore" und meine Argumentation bleibt die gleiche. Des weiteren hoffe ich, dass es bei Deinen Kindern gerechter zugeht als hier, denn ich kann bei mir im Gegensatz zu anderen nicht erkennen, dass ich mit Beleidigungen wie Stasi-Gesinnung, Gepöbel, Sozial-Darwinismus, Gekotze, usw. um mich werfe. Wenn jemand -ausser PowerPC- meine zugegeben manchmal bissige Ausdrucksweise als Beleidigung aufgefasst haben sollte, so möge er mir diesen Fall nennen und ich werde mich hier entschuldigen.

Das bei PowerPC unabhängig vom Kern der Diskussion Hopfen und Malz verloren ist, mögen sich die restlichen Leser einfach aus seinen Postings ziehen. Es ist immer wieder interessant, dass Leute ohne Anstand anderen Ihre eigene Fehler zum Vorwurf machen, wenn Sie an der Grenze Ihrer Argumentationsfähigkeit angelangt sind oder Ihre engstirnige Sichtweise nicht anders begründen können...

Ich bin zufrieden mit dem iPhone 1.x (obwohl es zig Verbesserungsbedarf gäbe: Kamera, UMTS, Wechselakku, GPS und und und - aber ich weiss beim Kauf was ein Gerät kann und jammere nicht danach dass ich ein Gerät gekauft habe welches meine Visionen nicht erfüllt) und freue mich auf die 2.0 so wie sie geplant ist, denn das wird ein Upgrade was es in dieser Dimension bisher bei keinem anderen Mobiltelefon gegeben hat. Und ich bin mir sicher, dass diese Diskussion dann sowieso obsolet ist, da Apples Restriktionen bezogen auf den legalen Bereich vermutlich geringste bis keine Auswirkungen haben werden.

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 20:10

@roger, Du schuldest hier immer noch eine Erläuterung Deiner Behauptung, dass für Mac OS X mobile ohne App Store Viren und Dialer drohen, die es nichtmal für Mac OS X auf den Internetverbindungs-mäßig viel gefährdeteren Macintosh gibt. Also spar Dir Deine Ablenkung mit persönlichen Angriffen und schreib endlich mal etwas zum Thema und zwar konkret zur Unterfütterung Deiner Behauptung.

@iBens: das App-Store-Konzept ist nun wirklich kein ungelegtes Ei, sondern eine eindeutige Strategie-Ansage, die auch allenfalls mit geringen Zeitverzögerungen umgesetzt wird...

Kommentiert von: PowerPC | 11. März 2008; 20:36

Warum antworte ich eigentlich auf diesen Quark?

Ich sprach nicht nur von Viren und Dialern -das war EIN überspitztes Beispiel- sondern eben auch von Inkompatibilitäten, System-Gemurkse, unsaubere Programme, Porno, Schadsoftware, usw. Alles oben nachzulesen. Und das im Zusammenhang mit Apples Entscheidung das iPhone nicht komplett zu öffnen und einen eigenen minimal kontrollierten Store anzubieten, da sie eben kein Windows Mobile II rausbringen wollen.

Ebensowenig sind sie den trivialen Weg gegangen der hier scheinbar so vehement vertreten wird: aktuelles Top-Telefon nehmen und alles aufbohren bzw. hundert Funktionen draufpacken und für jeden auch nur möglichen Sonderfall eine Lösung bieten. Das ist und war noch nie Apples Philosophie und wer damit nicht glücklich wird, der ist halt einfach falsch. Gut jetzt.

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 21:19

Achso, "überspitzte Beispiele" ohne jeden Gehalt sind rogers Argumentationsschema. Da gibt es keine gegenwärtige Bedrohung mit Viren von Mac OS X, aber für Mac OS X wird sie halt mal eben so als Rechtfertigung für die Restriktionen des App Stores hereigeredet, toll. Und dass mit einem solchen Konzept die Nutzerfreiheit weiterhin massiv eingeschränkt und jederzeit durch Santionen zu beschränken ist, soll dann alles nur Quark sein, weil roger sich ja ach so wohl fühlt als vorgeblicher iPhone-Kunde. Du bist doch einfach nur ein Fanboy-Troll.

Fakt bleibt, dass Apple mit dem App Store erstmal für das iPhone einen zentral kontrollierten Softwarevertrieb für Mac OS X aufbaut, der jeden bisherigen Standard von Benutzerfreiheit ad absurdum führt, insbesondere auch jene, für die Apple zuvorderst mitgestanden hat. Selbstverständlich wird dieses Konzept nicht auf Mac OS X mobile beschränkt bleiben, falls es sich rechnet...

Kommentiert von: PowerPC | 11. März 2008; 21:36

Huuu, da wird er wieder böse... Und bestätigt meine vorher getätige Aussage... So berechenbar der Gute... Schlaf gut, Du Zuvorderst-Mitsteher... Und träum süß von Deiner freien Pseudo-Welt in welcher niemand Geld verdienen will und in der mal jemand auf Deine Wünsche eingeht... ;-)

Kommentiert von: roger | 11. März 2008; 22:10

Da reduziert das roger-Troll sich also nur noch auf seine üblichen Verächtlichmachungen einer von ihm sabotierten Sachdiskussion, wie erbärmlich. Aber das sind leider diese arschigen Kunden, die Apple sich mit den mit Konsum zu befüllenden Gadgets eingefangen hat...

Kommentiert von: PowerPC | 11. März 2008; 22:27

Es gibt einen weiteren Grund, weshalb ich es schädlich finde, dass jemand, der nicht die $99 zahlt seine Programme nicht auf das iPhone bringt, und der ist folgender:

Wer fängt denn überhaupt noch an zu programmieren, wenn der Start schon extra Geld kostet, ohne zu wissen ob einem das überhaupt liegt? Der Simulator ist kaum ein Ersatz, der dämpft den Spaß ungemein.

Ich hätte mit 13 sicher niemals mit dem Programmieren angefangen, wenn ich dafür $99 hätte berappen müssen. Gut, die meisten fangen an für den PC/Mac zu entwickeln, aber da sehe ich eben auch die Gefahr, dass derartige Einzäunungen auch auf Computer übertragen werden. Andererseits ist das iPhone ein fabelhafter Spielplatz für jemanden, der mit dem Programmieren anfangen will, da muss man sich nur mal das Alter diverser aktueller iPhone-Entwickler ansehen, die unermüdlich für jailbroken iPhones programmieren. Die werden von Apple alle vergrätzt, aber die sind der Nachwuchs!

Kommentiert von: Unruhschuh | 12. März 2008; 00:35

Apple hätte sehr einfach das Eine tun können ohne das Andere zu lassen:

A) Von Apple zertifizierte Anwendungen werden von Apple signiert und über ihren Shop vertrieben, natürlich gegen Geld.

B) Jeder Anwendung kann von überall installiert werden, auch ohne Signatur.

Ich verwende seit Jahren auch ein WM Telefon, das keinerlei Einschränkungen hat und hatte nie ein Problem mit Viren oder Malware. Das ist eine Schutzbehauptung von Apple. Es gibt viele sehr gute Anwendungen (oft gratis) dafür auf einem freien Markt.

Genauso sind die technischen Einschränkungen (z.B. nur im Vordergrund, Beendigung bei Programmwechsel) dazu da, um die Konkurrenz draussen zu halten.

Wie soll denn z.B. TomTom unter diesen Voraussetzungen funktionieren? Nach jedem Gespräch während der Fahrt die Navigation neu starten? Ist TMC über das Internet ein "Bandwith Hog" oder nicht?

Wetten dass das erste GPS iPhone eine Straßennavigation hat, die man nur über Apple kauft und natürlich auch bezahlt?
("best ever", "re-invention", "revolution"....)
Klingelts jetzt?

Jetzt kommt garantiert gleich wieder die halbgaren Argumente, dass sich niemand ein iPhone kaufen muss, dass ich gar keine anderen Anwendungen als die von Apple brauche, dass man doch Jailbreak etc etc ....

Ich hatte mal die Hoffnung, dass mit dem SDK die Plattform wirklich geöffnet wird, was aber klar nicht der Fall ist.
Das ist frustrierend, zumal Apple fürher mal eine echte Alternative war.

Kommentiert von: Gonzo | 12. März 2008; 09:43

Das tragische ist ja, dass das iPhone mit seinem Bedienkonzept das beste Handy auf dem Markt hat und daher die Behauptung man müsse ja kein iPhone kaufen völlig daneben ist.

Es ist eher so, dass Apple diese Einschränkungen einführt, weil sie glauben sie können es sich leisten, was vermutlich auch der Fall ist. Ein zutiefst menschliches Verhalten, aber lassen diejenigen mit den dicksten Schwänzen immer den großen Macker raushängen macht sie das nicht eben sympathisch. Apple hat den größten Pimmel in der Computerbranche und steht im Moment lässig an die Wand gelehnt wie ein Halbstarker und lässt seinen Schwengel in der Sonne glänzen, während die begeistert kreischenden Mädels und neidischen Jungs ihn anhimmeln. Die reiferen Männer und Frauen wenden sich angewidert ab und appellieren an die "inneren Werte".

Hmja, da ging mein Analogiedetektor wieder mit mir durch, aber ich bin echt genervt von diesem SDK ...

Kommentiert von: Unruhschuh | 12. März 2008; 10:21

Geht´s hier noch?

Kommentiert von: hummi | 12. März 2008; 10:36

@Unruhschuh:

ick hau ma wech! echt! du hast meinen tag gemacht ;-)

Kommentiert von: blubb | 12. März 2008; 11:50

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