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25.03.2008
Sony BMG möchte die Musikflat - auch mit Apple
In einem Interview mit der F.A.Z. betont Sony BMG-Vorstandschef Rolf Schmidt-Holtz, dass der weltweit zweitgrößte Musikkonzern sich um eine "Musikflatrate" bemühe, insbesondere auch im Verbund mit Apple. Für rund 6-8 Euro im Monat würde das Abonnement Zugriff auf den kompletten Katalog bieten und zudem erlauben, rund 40-50 Titel pro Jahr zu behalten.
«F.A.Z: Können Sie denn von den 99 Cent, die Apple heute für den Download eines Lieds verlangt, leben?
Schmidt-Holtz: Verglichen mit den Margen im CD-Geschäft, ist unsere digitale Gewinnspanne gut. Aber wir können trotzdem nicht glücklich mit den heutigen Preisen sein. Sie spiegeln den Wert der Musik nicht ausreichend wider. Unsere Marktforschung zeigt, dass die Kunden bereit sind, für die richtige Musik mehr zu zahlen. Und wir werden versuchen, dies durchzusetzen.
Wie denn?
Zum Beispiel gibt es die Kooperation „Comes with Music“, die Universal Music mit Nokia abgeschlossen hat. Wer ein bestimmtes Handy kauft, zahlt einen einmaligen Aufpreis und hat somit unbegrenzten Zugang zur Musik. Man bezahlt also für die Musik im Paket mit einem Mobiltelefon. Das ist eine große Wachstumschance für die Musikindustrie.
Sony-BMG kooperiert aber gar nicht mit Nokia.
Noch nicht. Wir haben ein Gesamtkonzept und reden nicht nur mit Nokia, sondern mit zahlreichen Handyherstellern und Netzbetreibern. Sie werden sehr bald von uns hören.
Auch in Bezug auf Apples iPhone?
Wir reden mit vielen Anbietern.»
Posted by Leo at 10:04 | Permalink
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Folgende Weblogs beziehen sich auf Sony BMG möchte die Musikflat - auch mit Apple:
Kommentare
Für 6 - 8 € pro Monat darf ich 40 - 50 Titel behalten? Können die nicht rechnen?
8 € pro Monat ergeben 96 € pro Jahr. 96 € dividiert durch 99ct/Lied ergeben 96,97 Lieder, die ich dafür kaufen können sollte!
Kurz: Die Pläne stellen eine Verdopplung des Song-Preises dar und ködern einen mit dem Versprechen, dass man zwischendurch sich ja auch alles anhören kann.
Das kann man ja jetzt auch schon, z. B. bei lastFM. Und zwar umsonst.
Verarsche, sag ich.
Kommentiert von: Eisenfeustel | 25. März 2008; 10:29
Ich bin ja nicht unbedingt als neoliberal zu bezeichnen, aber diese flat-sachen klingen für mich irgendwie undifferenziert kommunistisch.
Kommentiert von: Erik | 25. März 2008; 10:39
Die wollen dir Mac und iPod wegnehemen! Wehr dich!
Kommentiert von: NtPD | 25. März 2008; 11:01
Was hat denn ne Flat mit Kommunismus am Hut?
Kommentiert von: Tobsen | 25. März 2008; 11:10
wie sollen bei so nem Flat-Konzept die weniger bekannten Künstler überhaupt noch zu Geld kommen?
So ne Flat ist doch nur für Leute interessant, die jede Woche ihren Musikgeschmack wechseln und ständig die neuesten "Hits" haben wollen. Ich höre meist Alternative Sachen oder Elektro und die will ich dann auch meist "besitzen" und nicht wieder hergeben müssen, wenn ich kein Abo mehr haben will.
Ich sehe in so ner Flat keine Vorteile, weder für mich und schon gar nicht für die Musiker. So viel zum Thema, 99 Cent spiegeln nicht den Wert der Musik wider, so ein Käse.
Kommentiert von: macneo | 25. März 2008; 11:35
Verglichen mit den Margen im CD-Geschäft, ist unsere digitale Gewinnspanne gut. Aber wir können trotzdem nicht glücklich mit den heutigen Preisen sein.Ein wirklich charaktarischtisches Zitat für einen Vertreter der Musikindustrie. Die bekommen den Hals einfach nicht voll.
Kommentiert von: jack | 25. März 2008; 12:36
@ jack: genau das war auch mein erster gedanke!
Kommentiert von: albi | 25. März 2008; 22:19