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6.05.2008
Vodafone verkauft iPhone künftig in zehn Ländern, TIM in Italien [Update_2]
Vodafone gab heute morgen bekannt, eine Vereinbarung mit Apple getroffen zu haben: In Australien, Ägypten, Griechenland, Italien, Indien, Portugal, Neuseeland, Südafrika, Türkei und Tschechien können Kunden zu einem späteren Zeitpunkt des laufenden Jahres ein iPhone für das Vodafone-Netz erwerben.
«Die Unternehmen ließen zunächst offen, ob es eine exklusive Vertriebsvereinbarung gibt», so dpa-AFX. Die entscheidenden Details bleiben vorerst unklar: Wird weiterhin ein SIM-Lock zum Einsatz kommen? Sind die für Australien (Optus) und Italien (TIM) gehandelten Anbieter leer ausgegangen, oder ist dies das erste untrügliche Zeichen für das Ende der iPhone-Exklusivbindung (zumindest in einigen Ländern)? Wird Vodafone ein/das UMTS-iPhone anbieten?
Update 10:25 Uhr: Auch die Telecom Italia (TIM) kündigt das iPhone für den italienischen Markt im laufenden Jahr an.
Der sich seit Monaten abzeichnende Strategiewandel ist damit bestätigt - Italien wird das erste Land ohne iPhone-Exklusivbindung, nach den bisherigen Gerüchten wird TIM das Gerät allerdings zuerst auf den Markt bringen können und damit zumindest eine vorübergehende Exklusivität beibehalten. Was dies genau für den penetranten SIM-Lock des iPhones bedeutet, wird sich jedoch erst zeigen müssen.
Update_2 11:30 Uhr: «Dem Vernehmen nach bleiben die bestehenden Verträge [z.B. die Exklusivbindung an T-Mobile in Deutschland] von der Vereinbarung mit Vodafone und Telecom Italia vorerst unbeeinflusst. Apple denke allerdings darüber nach, das Vertriebsmodell auch in anderen Ländern zu ändern, hieß es im Umfeld der Unternehmen. Bei Apple war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. T-Mobile äußerte sich nicht dazu. Ein Sprecher verwies aber darauf: "Wir haben eine langjährige Vertragsbindung mit Apple."», ergänzt die dpa.
Posted by Leo at 08:57 | Permalink
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Folgende Weblogs beziehen sich auf Vodafone verkauft iPhone künftig in zehn Ländern, TIM in Italien [Update_2]:
Kommentare
Es ist doch zum heulen. Wo bitte bleibt die Schweiz? (Hohe Kaufkraft, relativ hohe Handytarife, hohe Rate ein altes Handy zu ersetzten, gut ausgebaute UMTS Netze für ein allfälliges 3G-iPhone; der Markt ist doch wie geschaffen für Apple...)
Kommentiert von: Quaternion | 6. Mai 2008; 12:18
Es ist kein Strategiewandel, sage ich nach wie vor, und es war abzusehen dass Apple exakt die gleiche Strategie wie beim iPod verfolgen würde um die iPhone Verkäufe suksessive zu steigern:
Neue Länder, neue Provider, neue Modelle.
Beim iPod ist Apple da am Limit angekommen (was man an den flachen Wachstumsraten der Verkaufszahlen sieht), weltweit verfügbar in allen Wald- und Wiesen Elektronikmärkten, 4 Modelle die man noch deutlich voneinander abgrenzen kann (wichtig für die Werbung), deswegen ist dort der nächste Schritt sie durch Diversifikation in Software von anderen MP3 Playern abzugrenzen ("Mobile WiFi Plattform").
Was die Exklusivverträge angeht. In den USA gibt es eigentlich nur zwei grosse GSM Provider, ATT und T-Mobile (nachdem Verizon als CDMA2000 Anbieter dankend abgelehnt hat), der Markt ist bei weitem nicht so breit wie in den europäischen Ländern, da macht die Exklusivität so und auch in der Hinsicht Sinn als dass es per se der erste Provider überhaupt war der das iPhone angeboten hat und Apple dann erstmal nur aus dieser einen Quelle die ersten Erfahrungen und Rückmeldungen sammeln konnte.
Allerhöchstens die Länge des Zeitraums nach dem sie keine Länder-Exklusiv-Verträge mit Providern mehr schliessen werden haben sie (Apple) wohl anders eingeschätzt, der Vertrag mit ATT soll ja über 5 Jahre gehen, das war vermutlich das Ziel für das Ende der Exklusivität auch in den internationalen Märkten.
Aber genau da zeigen sie jetzt ihre Flexibilität bei der Reaktion auf die Absatzmärkte und -möglichkeiten (deswegen "Wir sind mit keinem Vertriebsmodell verheiratet").
Nur ein anderer Punkt verzögert möglicherweise noch die Verhandlungen mit den Providern: Die Umsatzbeteiligung. Apple entstehen durch die laufende Entwicklung und Auslieferung der iPhone Software (die deutlich über reine Kosmetik hinaus geht) dauerhaft Kosten, genau die wollten sie auch durch das "Revenue Sharing" wieder reinholen.
Wenn sie aber nun keine (oder deutlich weniger) Umsatzbeteiligung von den (neuen) Providern erhalten und sicher ihre Hardware-Margen nicht dafür verwenden wollen, müssten sie eine andere Möglichkeit finden für die iPhone Software-Entwicklung bezahlt zu werden, z.B. durch höhere Hardwarepreise (nicht direkt vom iPhone Nutzer wg. der Art der bilanztechnischen Buchung der iPhone HW-Umsätze), da das iPhone jetzt subventioniert wird wird das möglicherweise nicht direkt auffallen (die Tarife könnten sich erhöhen).
In dieser Hinsicht bin ich noch gespannt was passiert, das Ende der Exklusivität war schon vor dem Verkaufsstart des iPhone in endlicher Zeit zu erwarten. Aber ich hoffe die UMTS Tarife bei T-Mobile (oder sonstwem) bleiben im Rahmen der bisherigen, mal sehen.
nur so.
Ciao, Alex
Kommentiert von: AlexK | 6. Mai 2008; 18:45