« 14. September 2008 - 20. September 2008 | Start | 28. September 2008 - 4. Oktober 2008 »

24.09.2008

Höhere Händlerpreise für Macs und iPods im Herbst?

Zwei große Distributoren, die unter anderem Apple-Produkte für Händler in Deutschland vertreiben, werden die Einkaufspreise für Macs und iPods angeblich ab Oktober erhöhen.
«Hintergrund ist die Weigerung des Herstellers, das Risiko für die Urheberrechtsabgabe zu übernehmen. So bleibt dem Distributor keine Wahl, als selbst Vorsorge zu treffen. Da sich die nicht aus den geringen Hardware-Margen finanzieren lässt, müssen eben Aufschläge kassiert werden. In einem Brief an ausgewählte Händler, unterschrieben von Managing Director Robert Beck und Vice President Sales Marcus Adä, bedauert Ingram Micro den Schritt außerordentlich, nennt aber keine konkreten Zahlen. Nach Angaben aus dem Markt seien bei Ipods Aufschläge von drei bis 25 Euro, je nach Speichergröße geplant, die Rechner würden mit »um die 40 Euro« belastet – jeweils netto, versteht sich. Für Endverbraucher dürfte nicht nur die Mehrwertsteuer, sondern auch die Margenkalkulation noch obendrauf kommen», so IT-Business.de.
Es soll allerdings weitere Verhandlungen mit Apple geben, insofern könnte der Wink mit der Preiskeule rein verhandlungstaktisch zu verstehen sein. Möglicherweise werden dadurch dennoch iPods und Macs bei manchem in Deutschland ansässigen Händler ab Herbst etwas teurer. (Danke, Thomas!)

Posted by Leo at 10:36 | Permalink | Kommentare (7) | TrackBack (0)

23.09.2008

App Store-Absagen mit NDA-Verweis [Update_2]

Apple versieht die eigenen App Store-Absage-E-Mails neuerdings angeblich mit dem deutlichen Verweis auf die von jedem iPhone-Entwickler abgenickte Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA - non-disclosure agreement): «THE INFORMATION CONTAINED IN THIS MESSAGE IS UNDER NON-DISCLOSURE», zitiert MacRumors den Wortlaut. Die Korrespondenz zwischen Entwickler und Apple dürfte auch bisher schon durch den Vereinbarung abgedeckt worden sein, doch die unmissverständlich mahnende Erinnerung ist neu und stellt wohl eine direkte Reaktion auf die weithin diskutierten Ablehnungsschreiben der vergangenen Wochen dar.
Im Fall der Applikation 'Podcaster', die mit der abstrusen Begründung einer iTunes-Funktionsduplikation abgelehnt worden war, versuchte der Entwickler die Ad Hoc-Distributionsmöglichkeit für seine eigenen Zwecke umzubiegen. Er "verkaufte" die abgelehnte Applikation gegen eine Spende von $10 und legte dieselbe Applikation stets erneut an, um die Ad Hoc-Beschränkung auf jeweils 100 Geräte zu umgehen.
Apple entzog ihm nun anscheinend die Möglichkeit, neue 'Provisioning Profiles' anzulegen - damit ist die Voraussetzung entzogen, die Applikation auf weiteren iPhones installieren zu können. Der Entwickler löschte seinen zugehörigen Blogeintrag, der noch im Google-Cache zu finden ist. (Danke, Kay!)
Während beide Schritte von Apples Warte aus konsequent erscheinen (insbesondere das vorhersehbare Vorgehen gegen die Ad Hoc-Entfremdung), bleibt ärgerlich, dass weiterhin nicht im geringsten nach außen kommuniziert wird. Zu keiner der App Store-Ablehnungen bezog Apple bislang deutlicher Stellung und neue, klarere Richtlinien für Entwickler wurden ebenfalls nicht aufgefahren.
Eine fortgesetzte Berichterstattung (und Skandalisierung) der willkürlichen Ablehnungen nun durch drohendes NDA-Gewedel versuchsweise zu unterbinden, stärkt das schwindende Vertrauen in Apple als allmächtigen App Store-Gatekeeper sicher nicht.

Update 24.09.08 16:45 Uhr: Entwicklerreaktionen:
Wil Shipley: «The tighter you try to clench your fists, the more developers you are going to drive away. Yes, you have the nicest frameworks and the prettiest hardware. But that's only the first part of what you need.»
Brent Simmons: «This behavior is definitely beneath the company that makes the software and hardware I adore and love developing for.»

Update_2 25.09.08 8:30 Uhr: Der NDA-Hinweis ist offenbar keineswegs neu, bitte den Folgeartikel beachten.

Posted by Leo at 23:21 | Permalink | Kommentare (57) | TrackBack (1)

Android: T-Mobile G1 kommt erst 2009 nach Deutschland

t-mobileg1_front.jpg

Auf einer von Langeweile beseelten Pressekonferenz stellten heute T-Mobile, Google und HTC im Verbund das erste Android-basierte Mobiltelefon T-Mobile G1 vor. Der von HTC gefertigte Slider mit QWERTZ-Tastatur besitzt einen 3,2"-Touchscreen mit einer Auflösung von 480x320 Pixeln, ist komplett auf Googles Web-Dienste ausgerichtet und bietet erstmals Push-Mails für Gmail-Konten an.

t_mobileg1_qwerty.jpg

Ebenfalls vorhanden: Ein WebKit-basierter Browser, ein HTML-fähiger E-Mail-Client, der an den App Store angelehnte 'Android Market' sowie ein Programm für den Direktzugriff auf Amazon MP3 - auch hier funktioniert das Kaufen und Herunterladen von Musik nicht über das Mobilfunknetz, sondern ausschließlich über WLAN. Ebenso vertreten ist GPS, Google Maps (inklusive Straßenansicht) sowie ein IM-Client.

Das T-Mobile G1 wiegt 159 Gramm und umfasst eine 3-Megapixel-Kamera mit Autofokus. Es kommt Ende Oktober mit einer 1GB MicroSD-Karte für $180 (mit Zweijahresvertrag, Datentarif verpflichtend) in den US-Handel. Im ersten Quartal 2009 wird T-Mobile es dann unter anderem auch in Deutschland und Österreich anbieten.
Das anschließende Video demonstriert die enge Verzahnung des Mobiltelefons mit Googles Diensten.

Dieser Artikel erschien auch im 01blog (powered by CeBIT), für das ich momentan als Autor tätig bin.

Posted by Leo at 18:01 | Permalink | Kommentare (55) | TrackBack (1)

Hotspots: T-Mobile-Hotspot-Ortssuche fürs iPhone

hotspots.png
Hotspot-Anmelde-Apps gibt es inzwischen doppelt und dreifach, was allerdings schmerzlich fehlte war eine iPhone-Applikation, die den Ort der T-Mobile-Hotspots zielgenau abzufragen vermag. Genau diese Lücke füllt 'Hotspots' - die iPhone-Applikation listet sämtliche T-Mobile-Hotspots der eigenen näheren Umgebung auf und erlaubt alternativ ebenfalls die manuelle Suche (durch Klick auf die "Ortszeile") für einen bestimmten Ort oder eine spezifische Adresse.
Die Auswahl des jeweiligen Hotspots öffnet dessen Adresse in Google Maps, welches einen wiederum direkt dorthin leiten kann. Ist man beim gewählten Hotspot angekommen, übernimmt Hotspots zudem die Anmeldeprozedur (wenn man die eigenen Zugangsdaten in den allgemeinen iPhone-Einstellungen hinterlegt hat). Kostenpunkt: 1,59 Euro (iTunes-Affiliate-Link).

Posted by Leo at 17:17 | Permalink | Kommentare (10) | TrackBack (0)

iPhone OS 2.1: Probleme beim Intervall-E-Mail-Abruf? [Update_2]

intervall_abruf.png
Seit dem Update auf iPhone OS 2.1 klagen zahlreiche iPhone-Besitzer über einen unzuverlässigen E-Mail-Abruf. Versucht man dem langen Thread in Apples Diskussionsforum zu folgen, tritt das Problem offenbar ausschließlich beim Intervallabruf von E-Mails auf und betrifft sowohl IMAP- wie POP-Accounts gleichermaßen.
Trotz einer eingestellten automatisierten Abfrage alle 15, 30 oder 60 Minuten werden die E-Mails in den geschilderten Fällen tatsächlich erst (und nur) nach dem Öffnen der mobilen Mail-Applikation manuell abgerufen - zumindest dann, wenn das iPhone nicht aktiv ist oder gerade mit Strom betankt wird.
Ein kurzer Selbsttest in Verbindung mit einem Gmail-Account (IMAP) zeigt, dass zumindest bei mir die neuen E-Mails durchaus im Hintergrund abgerufen, allerdings nicht per Ton signalisiert werden. Push-E-Mails funktionieren in jeder Hinsicht einwandfrei.

intervall_erweitert.png
Bei Abrufproblemen sollte unbedingt kontrolliert werden, ob in den erweiterten Einstellungen auch 'Laden' statt 'Manuell' gewählt ist, sonst greift das automatisierte Intervall bei dem spezifischen Account natürlich nicht. Dennoch bleibt bei mir als Problem der fehlende Mail-Eingangston (beim Intervall-Abruf) bestehen. (via AppleInsider)

Update 14:25 Uhr: Zwei Neustarts später ist bei mir auch der Mail-Ton im Intervallbetrieb zurückgekehrt und somit jegliche Mailabrufvariante voll funktionstüchtig.

Update_2 24.09.08 16:30 Uhr: iPhone Atlas empfiehlt gegen das Problem (so es denn auftritt) eine umständliche Prozedur mit einem Downgrade auf 2.0.2, dem Neuanlegen der E-Mail-Konten und einem erneuten anschließenden Update auf iPhone OS 2.1.

Posted by Leo at 13:09 | Permalink | Kommentare (18) | TrackBack (1)

Adobe stellt Creative Suite 4 vor, Auslieferung ab Oktober

cs4.jpg
Adobe kündigte heute die Creative Suite 4-Produktfamilie an, darunter Photoshop CS 4, das verstärkt von aktuellen GPUs Gebrauch macht, um z.B. ein flüssigeres Zoomen sowie stufenloses Drehen zu ermöglichen. «Das neue Rotationswerkzeug für ein stufenloses Drehen der Arbeitsfläche ermöglicht es, ein Bild verlustfrei zu drehen und aus jedem Winkel zu bearbeiten», so Adobe.
Neu sind außerdem die Bedienfelder für Anpassungen sowie für Masken und die «intelligente Skalierung», die bei «Größenänderungen für eine automatische, maßstabsgetreue Neukomposition des Bildes» sorgen soll. Außerdem wird das Multitouch-Trackpad von MacBook Pro und MacBook Air in Photoshop CS4 unterstützt. John Nack bietet außerdem eine Übersicht der zahlreichen kleineren Detailänderungen.

Der Preis für die Vollversion der Adobe Creative Suite 4 Design Premium liegt bei 2.200 Euro exklusive MwSt. (1800 US-Dollar), 1.900 Euro ($1700) für die Adobe Creative Suite 4 Web Premium sowie 2.100 Euro ($1700) für die Adobe Creative Suite 4 Production Premium und 3.000 Euro ($2500) für die Master Collection.
Photoshop CS 4 kostet 850 Euro (exkl. MwSt. - US-Preis: $700), das Upgrade (ab) 250 Euro.
Für die Vollversion von Photoshop CS 4 Extended veranschlagt Adobe 1.250 Euro (1.000 US-Dollar), das Upgrade von einer vorherigen CS-Version liegt bei 400 Euro. Alle Preisangaben ohne Mehrwertsteuer.

CS 4 wird ab Oktober ausgeliefert und «auf Deutsch voraussichtlich ab Dezember 2008» erhältlich sein. Vorausgesetzt wird mindestens Mac OS X 10.4.11 und einzelne Programme laufen ausschließlich auf Intel-Macs. Photoshop CS 4 erfordert einen PowerPC G5 oder Intel Multi-Core-Prozessor.

Posted by Leo at 08:41 | Permalink | Kommentare (42) | TrackBack (0)

22.09.2008

Sammelsurium: Delivery Status touch, eBay Mobile, App-Zurückweisung, X-Plane-Entstehung, vertragsfreies iPhone 3G, schweizer Apple Stores, etc. [Update]

Empfehlenswerte neue Applikationen im App Store:
delstatus_touch.png
Delivery Status touch erlaubt das Verfolgen der eigenen Bestellungen im Apple Store oder bei Amazon sowie Paketauslieferungen diverser Lieferdienste von DHL über TNT, DPD bis hin zu UPS auf iPhone oder iPod touch.
delwidget_send.jpg
Bestell- bzw. Paketnummern können entweder bequem aus dem hervorragenden Delivery Status-Dashboard-Widget ans iPhone weitergeleitet werden, oder lassen sich mithilfe eines Bookmarklets in den meisten Fällen auch per MobileSafari auslesen (durch den Besuch der entsprechenden Trackingseite des Lieferunternehmens).
Paketnummern können natürlich ebenfalls manuell auf iPhone oder iPod touch eingegeben werden. Kurzzeitiger Einführungspreis: 1,59 Euro (iTunes-Affiliate-Link).

ebay_mobile.png
eBay Mobile bewältigte außerdem den Sprung in den deutschen App Store: iTunes-Link. (Danke, Stefan und Michael!)
--

Eine weitere abgelehnte iPhone-Applikation sorgt für Aufsehen: MailWrangler sollte es Gmail-Nutzern ermöglichen, auf die Web-Oberfläche des E-Mail-Dienstes zuzugreifen und gleichzeitig in mehreren Gmail-Accounts eingeloggt zu sein - zwei Dinge, die weder MobileMail noch MobileSafari in dieser Form bieten können. Ablehnungsgrund: Das Programm dupliziere die eingebaute iPhone-App Mail, «without providing sufficient differentiation or added functionality, which will lead to user confusion». Tatsächlich sind Nutzer zunehmend verwirrt - allerdings von Apples anhaltend ärgerlicher App Store-Willkür. (Danke, Kay!)
--

Der Entwickler von X-Plane schildert die Entstehung der iPhone-Version des Flugsimulators. Diese wurde hektisch im Apple-Hauptquartier bewerkstelligt, da das Spiel beinahe auf dem Let's Rock-Special Event demonstriert worden wäre.
«Ben and I had an office right in the middle the 'hive-mind', right alongside all the engineers at Apple. Any time we asked "How does the SOUND work?" or "How do we initialize OpenGL?" or (and this one is new) "What should X-Plane do if the PHONE RINGS?" an Apple engineer would show up at our office with all the answers. When it comes to handling phone-calls in-flight, MY ideas was to put up an alert saying "DON'T YOU KNOW YOU AREN'T SUPPOSED TO USE THE PHONE ON THE AIRPLANE?" but Ben and Apple did not think that was the best course of action.»
--

fahrinfo2.0.png
Update 9:30 Uhr: Jonas Witt zeigt Screenshots der kommenden Fahr-Info Berlin-Version mit Adressbuchintegration und Wegbeschreibung zur nächsten Haltestelle per Google Maps.
--

Nicht nur T-Mobile richtet sich auf das vertragslose iPhone 3G ein, auch bei AT&T in den USA könnte dies bald angeboten werden. Laut AppleInsider tauchte im EasyPay-System der Apple Retail Stores eine neue "Home"-Option für iPhone-Verkäufe auf, die darauf hindeutet, dass die Zwangsaktivierung im Laden bald der Vergangenheit angehört - zumindest eben bei unsubventionierten Geräten.
Das vertragsfreie iPhone bei AT&T wird $600 bzw. $700 (für die 16GB-Version) kosten und mit einem Netlock versehen sein.
Am Samstag zeigte Apples iPhone-Verfügbarkeitsmelder zudem ein beinahe ausverkauftes 8GB iPhone 3G an und AppleInsider folgerte daraus seltsamerweise ein mögliches 32GB-Modell. Am gestrigen Sonntag waren die Regale der US-Appleläden aber bereits wieder reichlich mit dem kleinen Modell versehen.
Ein 32GB iPhone 3G wird sicher eines Tages kommen - handfeste Hinweise, dass dies allerdings schon in den nächsten Tagen/Wochen passiert, gibt es aktuell keine.
Update 9:30 Uhr: In einem weiteren Artikel stellt AppleInsider klar, dass die neue Home-Aktivierungsoption einen AT&T-Rabattspezialfall betrifft und nicht zwingend auf ein Prepaid/vertrasgreies iPhone 3G hindeutet.
--

applestore_lapaz.jpg
Gesichtet in La Paz, Bolivien. Danke für das Foto, Thorsten!
--

Die zwei ersten schweizer Apples's Botiquen Apple Stores werden in der laufenden Woche eröffnet - am Donnerstag in Genf und am Freitag im an Zürich angrenzenden Glattzentrum. Der Apple Store in der Zürcher Bahnhofstraße wird im Dezember folgen.

Posted by Leo at 08:02 | Permalink | Kommentare (23) | TrackBack (0)

21.09.2008

Der schreiende Ober-PC (Video)

MS-Chef Steve Ballmer, gewohnter Sympathieträger par excellence, auch herausragend in seiner Lieblingsrolle als schreiender PC.
Könnte nicht jemand Microsoft schonend beibringen, dass Menschen keine PCs sind?

Posted by Leo at 12:12 | Permalink | Kommentare (38) | TrackBack (0)