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22.08.2009

Apples Antwort auf die FCC-Anfrage zu Google Voice und dem App Store-Zulassungsprozess

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Anfang August erbat die US-Telekommunikationsaufsicht FCC eine schriftliche Stellungnahme durch Apple, AT&T und Google, da Apple kurze Zeit vorher zwei Google Voice-Applikationen aus dem App Store verbannt hatte und Googles eigene Google Voice-iPhone-Applikation ebenfalls (noch) nicht zugelassen worden war.
Apple veröffentlichte die eigenen Antworten in voller Länge, zusammengefasst lauten die Kernaussagen wie folgt:

Apple lehnte Googles Google Voice-Applikation bislang nicht ab, sondern "prüft" diese noch. Die Anwendung wurde bislang nicht zugelassen, da sie nach Apples Ansicht die für das iPhone "charakteristische User-Experience" verändern könnte, da sie die iPhone-Benutzeroberfläche für Telefonie, SMS-Nachrichten und Voicemail durch ihre eigene Benutzeroberfläche ersetzt. "Außerdem wird das komplette Adressbuch des iPhone-Nutzers auf Googles Server übertragen und wir haben noch keine Zusicherung von Google erhalten, dass diese Daten nur sachgerecht genutzt werden", so Apple.

Apple entscheidet allein über eine Zulassung der Google Voice-Applikation, AT&T spielt dabei angeblich keine Rolle. "Apple allein trifft die finalen Entscheidungen, iPhone-Applikationen zuzulassen oder nicht zuzulassen."
Im Vertrag zwischen Apple und AT&T gibt es eine Klausel, "die Apple dazu verpflichtet, keine Funktionalität in jegliches Apple-Telefon aufzunehmen, dass es einem Kunden ermöglicht, AT&Ts Mobilfunknetz für den Aufbau einer VoIP-Session zu nutzen ohne AT&Ts Erlaubnis eingeholt zu haben". Bei bestimmten Applikationen hätte sich AT&T außerdem mit der Sorge über die eigene Netz-Effizienz und Netz-Überlastung an Apple gewandt und Apple hätte dies bei der App Store-Zulassungs-Entscheidung berücksichtigt.

Die meisten App Store-Ablehnungen sind in "Qualitätsproblemen und Software-Bugs" begründet. Der App Store-Zulassungsprozess prüft auf Bugs, Instabilität und die Nutzung "unautorisierter Protokolle". Er soll außerdem Datenschutz-Probleme verhindern, Kinder vor unpassenden Inhalten schützen und Anwendungen vermeiden, die die "Core-Experience" des iPhones mindern.

40 dafür ausgebildete Vollzeitmitarbeiter prüfen alle iPhone-Anwendungen (sowie Updates), dabei muss jede Applikation angeblich durch zwei verschiedene Personen abgenickt werden. "Apple also established an App Store executive review board that determines procedures and sets policy for the review process, as well as reviews applications that are escalated to the board because they raise new or complex issues. The review board meets weekly and is comprised of senior management with responsibilities for the App Store. 95% of applications are approved within 14 days of being submitted."
Wöchentlich erhält Apple 8.500 neue iPhone-Applikationen sowie Updates und rund 20% davon werden beim ersten Einreichen nicht zugelassen. Insgesamt wurden auf diese Weise im ersten Jahr des App Store angeblich über 200.000 Anwendungen sowie Updates geprüft.

Auch AT&T und Google antworteten der FCC, die wichtigsten Punkte dabei trug Engadget zusammen. Unter anderem plant AT&T angeblich, "einen frischen Blick" auf die Autorisierung von VoIP-Applikationen im eigenen UMTS-Netz zu werden.

Posted by Leo at 00:38 | Permalink

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