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14.12.2009
App Store in Bewegung: Äußere wie interne Änderungen [Update]
Übers Wochenende renovierte Apple den App Store wie er sich in iTunes präsentiert. Der zentrale Fokus liegt nun auf dem vergrößerten Icon, den sich horizontal aufreihenden Screenshots, auf den Neuerungen der jeweils neuesten Version sowie den Links zu den Seiten des Entwicklers. Der Beschreibungstext ist dagegen nur noch als Anriss zu sehen und muss erst aufgeklappt werden. Zusätzlich lassen sich auch Apps in der 'Wunschliste' des iTunes Stores vormerken. Der mobile App Store ist derzeit noch unverändert.
Neben diesen äußeren Veränderungen, vollzogen sich in den vergangenen Wochen aber auch eine Reihe an interessanten Feinjustierungen bei den internen Vorgaben des App Store-Zulassungsprozesses. Zuerst gab Apple (wie von Phil Schiller angekündigt) bei der übertrieben strengen Handhabung eigener Trademarks nach: So schaffte es nicht nur Rogue Amoebas Airfoil Speakers Touch in seiner ursprünglichen Form wieder in den App Store, sondern auch die Mactracker iPhone-App darf endlich Apple-Produkte darstellen und manch andere Anwendung profitierte ebenfalls von dieser Lockerung.
Plötzlich gab Apple auch in Hinblick auf aktives iPhone-Videostreaming nach und so ermöglicht Ustream erstmals nicht nur eine (holprige) Videoaufnahme mit Ur-iPhone, iPhone 3G und iPhone 3GS, sondern auch das direkte Live-Streamen ins Netz u.a. über UMTS.
Neu ist auch, dass die inzwischen automatisiert geprüfte Nutzung privater APIs offensichtlich nicht mehr sofort zu einer Ablehnung eines Updates führen muss: Mehrere Entwickler wurden zwar jeweils darauf hingewiesen (siehe u.a. FutureTap, vimov), dass sie eine private API nutzen - doch das Update durfte dennoch in den App Store. Die regelwidrige Nutzung der privaten API soll dahingegen mit dem nächsten Update beseitigt sein, so der Hinweis der App Store-Prüfer. Falls diese Handhabung weithin zum Einsatz kommt, dürfte es die Update-Frustration manches Entwicklers deutlich mindern.
Zwar änderte Apple auch in der Vergangenheit App Store-Richtlinien und gab z.B. den anhaltenden Unmutsbekundungen im Herbst 2008 nach, indem die Vertraulichkeitsvereinbarung eingegrenzt wurde - doch die gehäuften Anpassungen der vergangenen Wochen lassen hoffen, dass die mit dem App Store-Zulassungsprozedere verbundenen Frustrationen in beschleunigter Form nachhaltig minimiert werden. Es ist ein gutes Zeichen, dass dieser Änderungs- und Anpassungsprozess bereits jetzt angelaufen ist während der App Store noch bequem dominiert und keine andere Smartphone-Plattform auch nur ein ähnlich breites Softwareangebot aufweisen kann.
Eine angekündigte Änderung lässt allerdings auf sich warten: Das Zulassen von VoIP über UMTS wurde bereits im Oktober verprochen, doch von entsprechenden Apps fehlt weiterhin jede Spur und die diesbezüglich geänderte SDK-Vereinbarung steht meines Wissens nach ebenfalls noch aus. (Danke an Wolfgang, Harald und alle weiteren Tippgeber!)
Update 15.12.09 13:20 Uhr
Wie Alex in den Kommentaren ergänzt, winkt Apple offenbar auch weitere kleinere "Vergehen" durch, die früher zu einer App Store-Ablehnung führten und weist nun jeweils darauf hin, den jeweilig beanstandeten Problempunkt einfach mit dem nächsten Update zu beseitigen.
Posted by Leo at 15:55 | Permalink
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