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29.01.2010

iPad-Nachlese: Kaltstart in 15 Sekunden, 140 Stunden Musikwiedergabe, Phantasie-Euro-Preise, Lesenswertes, iPad-Wallpaper (Videos)

Aus der unfassbaren Flut an Meinungen und Einschätzungen zum iPad seien drei herausgegriffen, deren Lektüre sich lohnt:
Der ehemalige Entwickler der Facebook-iPhone-App Joe Hewitt, der die iPhone-Entwicklung aufgrund seines Widerwillens gegen die zwingende App Store-Kontrolle aufgab, schreibt: "As a developer, it's a bit sad losing the ability to come up with crazy plugins and daemons and system-level utilities, but I believe it's a tradeoff worth making. What people are overlooking is that the Internet is an integral part of the iPhone OS, and it is the part of the OS you can tinker with to your heart's delight."

Panic-Mitbegründer Steven Frank, der aus dem weitesgehend gleichen Grund (vergeblich) versuchte, eine Alternative zum iPhone zu finden, orakelt: "How long will it take to complete this Old World to New World shift? My guess? The end is near when you can bootstrap a new iPad application on an iPad. When you can comfortably do that without pining for a traditional desktop, the days of Old World computing are officially numbered."

Stephen Fry: "The simplicity is what allows everyone, us, software developers, content providers and accessory manufacturers to pour themselves into it, to remake it according to the limits of their imagination. I’ll stop before I get too Disney."

Mein eigenes bisheriges Fazit ist simpel: Hinter dem Wissen um die (vorerst vorhandenen) Limitierungen und (Apples kontrollversessene) Beschränkungen des iProds iPads, blinzelt doch längst das Potential eines Multitouch-Gerätes in dieser Größe hervor - ob es letztendlich in meinen persönlichen Alltag als leicht ältlicher Mann zwischen iPhone und Notebook passt, wird sich dabei erst zeigen müssen. Bis zum Verkaufsstart des iPads in zwei Monaten kann sich softwareseitig noch einiges ergeben und schon jetzt erfreut insbesondere die Aussicht, die software- wie hardwareseitigen Neuerungen des iPads (Bluetooth-Tastatur, File-Sharing, Dateienhandhabung, externe Displays, Apple A4 SoC etc.) früher oder später im oder auf dem iPhone anzutreffen.
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Etliche Onlinestores beginnen auch hierzulande, das iPad zur Vorbestellung anzubieten, obwohl es bisher weder konkrete Informationen zur Verfügbarkeit noch zum Euro-Preis gibt. Die dort zu sehenden Preisangaben (und Liefertermine) sind deshalb reine Luftnummern, die sich meist schlicht aus dem Dollarpreis ergeben, der mit einem Eurozeichen versehen wurde. Auch wenn Apples tatsächlicher Europa-Preis für das iPad nicht allzu weit vom Dollarpreis abweichen dürfte, so ist nach den sonstigen Umrechnungen davon auszugehen, dass das iPad-Einstiegsmodell mit 16GB Speicher und WLAN für rund 450 Euro in den Handel kommen dürfte. (Danke an alle Tippgeber!)
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Allzu oft wird man das iPad kaum neustarten oder frisch hochfahren müssen, zumal es im Standby-Modus angeblich einen geschlagenen Monat durchhält - doch immerhin geht es sehr schnell:

AppleInsider vernahm außerdem, dass Apple weitere Funktionen für das iPad plant, die insbesondere geschäftliche Nutzer ansprechen sollen: iPad-Apps könnten demnach per Netzwerkdrucker Dinge ausdrucken und auf Dateien eines lokalen Fileservers zurückgreifen. Die grundsätzliche File-Sharing-Option zeigt sich bereits in iPhone OS 3.2 und offenbar ist für die iWork-Apps auch eine Direktanbindung zum Tausch von Dokumenten über iWork.com geplant.
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tastatur_dock.jpg
Foto: iLounge
Anstelle der F-Tasten weist das kombinierte Tastatur-/iPad-Dock spezielle Tasten für bestimmte iPhone OS-Funktionen auf, so kann beispielsweise die Displayhelligkeit des iPads verstellt, die Musik ferngesteuert oder auf Spotlight zugegriffen werden. Etwas unglücklich erscheint, dass ausgerechnet die gewohnte Escape-Taste den Home-Button "auslöst" und damit desöfteren zu ungewollten App-Beendungen führen dürfte.
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140 Stunden Audiowiedergabe sollen mit dem iPad möglich sein (solange das Display ausbleibt) - das erzählt Steve Jobs einem auf dem Tisch sitzenden Walt Mossberg (im Video ab Minute 1:40). Außerdem wird man mit Pages z.B. in der Lage sein, ein Word-Dokument auf dem iPad zu erstellen und dann per E-Mail zu versenden. Für das Surfen per WLAN (bei halber Bildschirmhelligkeit) und die Videowiedergabe verspricht Apple "bis zu" zehn Stunden Akkulaufzeit.
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undo_ipad.jpg
Kleines Details aus iPhone OS 3.2: Die virtuelle Tastatur besitzt eine Taste für 'Undo', wildes iPad-Schütteln ist dafür also nicht vonnöten. (Danke @akirk!)
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def_design.jpg
(Danke für das Foto, Ka-Chu!)
DefectiveByDesign ist natürlich nicht allzu glücklich mit dem iPad - ebensowenig wie Fujitsu mit dem Namen. Ob es zum Rechtsstreit kommt, wird sich noch zeigen.
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ipad_wallpaper.jpg
Richard Misrach ist der Name des Fotografen, dessen Aufnahme den Standard-Homescreen-Hintergrund des iPads stellt und der darüber selbst ebenso verblüfft wie erfreut war. Das Bild kann in der iPhone-Auflösung u.a. bei 9to5mac bereits heruntergeladen werden.

Posted by Leo at 17:47 | Permalink

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