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28.01.2012

Thunderbolt für iOS-Geräte vorerst wenig wahrscheinlich

Thunderbolt iconSeit der Thunderbolt-Anschluss vor knapp einem Jahr im MacBook Pro Einzug hielt, kehrt in ermüdender Regelmäßigkeit die Spekulation über eine Thunderbolt-Anbindung für iOS-Geräte wieder – häufig "untermauert" durch den Verweis auf fantasiereich fehlgelesene Apple-Patentanträge. AnandTech hat sich vor längerer Zeit praktischerweise die Mühe gemacht, eine Reihe an Gründen zusammenzutragen, warum dies in absehbarer Zukunft kaum der Fall sein dürfte. Gegen einen Thunderbolt-Anschluss in iOS-Geräten sprechen nämlich sowohl technische, wirtschaftliche als auch rechtliche Aspekte: Kein ARM-basierter SoC bis hin zu Apples A5 führe bisher sowohl DisplayPort-Unterstützung als auch eine PCIe-x4-Schnittstelle mit sich, so AnandTech, beides setzt Thunderbolt allerdings voraus.

Hinzu kommt, dass Intel keinen Thunderbolt-Controller für ARM fertigt, das müsste also Apple oder ein Dritter übernehmen und Intel müsste dies wiederum absegnen.

Der Flash-Speicher in aktuellen iOS-Geräten ist mit einem Controller versehen, der lediglich zweistellige MByte-Mengen pro Sekunde verkraftet und mit Thunderbolt-Geschwindigkeiten wenig anzustellen vermag. Thunderbolt ist außerdem vergleichsweise teuer (sowohl Controller als auch Kabel) und damit wenig vorteilhaft für die teils weit unter 1000 Dollar angesiedelte Gerätekategorie der Smartphones und Tablets.

Natürlich kann sich das alles im Laufe der Zeit ändern und Apple hat gerade erst mit Anobit entsprechendes NAND-Wissen zugekauft. So bleibt ein iOS-Gerät mit Thunderbolt-Anschluss zwar eine reizvolle Vorstellung für alle, die häufig große Datenmengen auf ihre Geräte schaufeln. Doch seit iOS 5, iCloud, iTunes Match und AirPlay Mirroring ist die kabelgebundene Synchronisation (und Videoausgabe) von iPhone, iPod touch und iPad auf längere Sicht ein klares Auslaufmodell.

Posted by Leo at 14:45 | Permalink

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