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11.02.2012

iOS-Adressbuchzugriff: Auch Instagram fragt nun nach

Insta nachfr

Neben einer schlichteren Oberfläche, einem neuen Filter und Clarity Lux, wartet Instagram 2.1 mit einer weiteren Neuerung auf: Vor dem Zugriff auf das Adressbuch fragt die App nun nach. Ein weiser Schritt in Reaktion auf das Drama um den insgeheimen Adressbuch-Upload von Path. Instagram hat dies zwar bislang schon vorsichtiger gehandhabt und den Abgleich der Adressdaten erst nach Nutzerwauswahl der Freundessuche durchgeführt, aber der eindeutige Vorab-Hinweis ist klar zu bevorzugen (auch wenn Instagram den Adress-Upload bei Auswahl der Option offenbar schon länger wenigstens erwähnt). So halb-erfreulich eine derartige Entwickler-Selbstverpflichtung sein mag, so sehr fehlt weiterhin Apples Zugriffsbegrenzung durch iOS und zwar sowohl auf die Adress- als auch die Kalenderdaten des Nutzers, schließlich lassen sich letztere bisher ebenso simpel durch Apps abgreifen. (via tnw)

Posted by Leo at 18:15 | Permalink | Kommentare (11)

10.02.2012

Was Apple von Chrome für Android lernen könnte [Update]

Vor wenigen Tagen warf Google eine erste Beta von Chrome in den Android Market. Damit hat Android (4.0 aufwärts) nicht nur plötzlich und überfälligerweise einen ziemlich großartigen mobilen Browser, sondern iOS-Safari auch einen würdigen Kontrahenten, von dem sich Apple durchaus Details abschneiden könnte:
tabsync_chrome.png
Während der Bookmark-Abgleich über iCloud als passabel durchgeht (solange er funktioniert), trumpft Chrome Sync auch mit sämtlichen zuletzt in der Desktop-Version geöffneten Tabs auf – dies ermöglicht einen wirklich nahtlosen Wechsel vom Desktop-Browser zur mobilen Spielart. Zudem lassen sich einzelne Seiten aufs Mobilgerät pushen (auch in einer Offline-fähigen Variante); eine zwar schon bekannte Funktion für die es auch iOS-seitig etliche Apps gibt, aber die direkte Integration in den Browser scheint doch einen Hauch vorteilhafter.
chrome_quer.jpg
Der Wechsel zwischen offenen Seiten gestaltet sich auf dem iPhone zwar angenehm, doch ist in der Übersicht nur eine Seitenvoransicht voll zu sehen und ein bis zwei weitere zu erahnen - Chrome zeigt dahingegen gut fünf gleichzeitig an und lässt diese wahlweise in der Übersicht mit zwei Fingern größer ziehen. In dieser Kartei-Ansicht kann man offene Seiten leicht per Geste verwerfen, indem diese seitlich (oder nach oben/unten) weggewischt werden. Auf dem iPhone ist dahingegen zielgenau das kleine x zu treffen.
Chrome wechselt außerdem per Ein-Fingerwisch von einer offenen Seite zur nächsten - ähnlich dem App-Wisch-Wechsel auf dem iPad (oder mit Zephyr auf dem iPhone). Das funktioniert erstaunlich gut, wenn man mit dem Finger vom Rand in das Display hereinwischt und kommt so auch nicht dem eventuell nötigen horizontalen Scrollen in die Quere.
linkvorschau_chrome.jpg
Praktisches Beiwerk: Chrome bietet einen schnellen Rückgriff auf zuletzt geschlossene Fenster (das macht Safari auf dem iPad immerhin auch, wenn man den Plus-Knopf für einen neuen Tab länger gedrückt hält) und führt meistbesuchte Seiten mit kleiner Vorschau auf. Nett ist darüber hinaus, nahe aneinander liegende Links vergrößert darzustellen, um Fehl-Taps zu vermeiden.

Update 11.02.12 17:15 Uhr

Guter Fragepunkt aus den Kommentaren und ein weiterer Vorteil von Chrome: Die Zahl der geöffneten Fenster/Tabs ist unbegrenzt während Apple iPhone und iPad willkürlich auf 9 einschränkt. Natürlich muss auch Chrome speicherbedingt schnell nachladen nach einer gewissen Zahl an geöffneten Seiten, aber das geht Safari trotz seiner Begrenzung nicht anders und beide Browser schnappen sich dabei gerne den Cache, der die jeweilige Seite längst nicht immer in ihrer aktuellsten Fassung darstellt. Kleiner Scherz: Bei mehr als 99 offenen Seiten zeigt Chrome statt der Anzahl ein :) an.

Posted by Leo at 19:29 | Permalink | Kommentare (9)

9.02.2012

Erweiterung Detox ent-t.co-t Safari-Verlauf

tco_safari.png
Seit Twitter sämtliche Links mit seinem eigenen URL-Kürzer zwangswrappt, besteht der Verlauf in Safari schnell aus wenig hilfreichen t.co-Einträgen – zumindest bei fleißigen Twitter-Nutzern, die allerhand dort weitergereichte Links aufsuchen. Abhilfe schafft Shaun Imans Safari-Erweiterung "Detox": Sie packt die entkürzte URL wieder in die Safari-History. (via Daring Fireball)

Posted by Leo at 23:44 | Permalink | Kommentare (4)

8.02.2012

Endlich: Tweetbot fürs iPad

Tweetbot ipad

Auf eine höchst großartige Version 2.0 der iPhone-App Tweetbot (Affiliate-Link) folgt plötzlich und endlich auch Tweetbot fürs iPad (Affiliate-Link). Preis: 2,40 Euro, iOS 5 Voraussetzung. Fehlt nur noch eine Mac-Version.

Posted by Leo at 21:07 | Permalink | Kommentare (9)

7.02.2012

Path - ein weiterer iOS-Adressbuchabgreifer

friend_path.jpg
Aus der langen Liste der Gründe, warum iOS den Zugriff auf das Nutzer-Adressbuch durch eine App nur nach explizitem Abnicken zulassen sollte: Path schnappt sich ohne Hinweis das komplette Adressbuch und packt es auf die eigenen Server. Wenig erfreulich, auch wenn der Path-Chef in den Kommentaren bereits mit den Entschuldigungsarmen rudert und einen "Opt-in" für die nächste iOS-Version (2.0.6) in Aussicht stellt. Während iOS–Apps bei Ortsabfragen zwangsläufig mindestens einen Warnhinweis einblenden, verlässt sich Apple beim Adressbuchzugriff weiterhin auf die Drittentwickler und einen freiwilligen Hinweis – dabei erscheint eine an die Ortsabfrage angelehnte iOS-Einstellung zum Adressbuchzugriff nach wie vor höchst begrüßenswert. Wer sein Adressbuch aus Path entfernt sehen möchte, muss sich umständlich per E-mail an service@path.com wenden.

Update 9.2.12 0:15 Uhr
Path nachfrage

Path 2.0.6 ist inzwischen im App Store erhältlich und fragt nun brav vor dem Adressbuchupload nach. Alle zuvor bereits insgeheim bezogenen Adressdaten hat Path angeblich von seinen Servern gelöscht. Soweit so halbgut, das Grundproblem bleibt aber bestehen solange Apple den möglichen Adressbuchzugriff nicht mit Zwangsmaßnahmen einschränkt.

Posted by Leo at 22:42 | Permalink | Kommentare (6)