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30.07.2005

Das Ende einer Totgeburt: iPod+hp

Vollkommen unvorhergesehen tauchte im Januar 2004 die Ankündigung einer Zusammenarbeit von Apple und HP auf: HP bekommt einen eigenen iPod und Apple im Gegenzug iTunes vorinstalliert auf HP-Rechnern.
hpipodback
Erstmals ließ sich eine Öffnung in Apples Musikstrategie erkennen und während anfangs unklar blieb, wie dieser auf dem iPod basierende HP-Player denn wohl aussehen würde, war Apple als Profiteur der Übereinkunft klar auszumachen: "Schiller would not say whether Apple may look to craft similar deals with other computer or electronics makers. While that part of the deal is not exclusive, Schiller said HP's promotion of the iTunes Music Store through its PCs is a "multiyear, exclusive" deal."
Schließlich dauerte es über sechs Monate bis zum Erscheinen des HP-Players, der sich als schlichter iPod mit zusätzlichem HP-Logo entpuppte und sogar dessen Preis beibehielt. Spätestens hier war zu vermuten, dass die HP-Variante keine großen Sprünge machen würde, in der unbeholfenen Namensgebung (insbesondere 'Apple iPod from HP') ließ sich die Totgeburt schon erkennen.
Der Verkaufsstart stellte HP erstmal zufrieden, der iPod+hp landete sogar kurzzeitig mit einem Marktanteil von 3,6% auf Platz 2 im Retail-Bereich der Festplatten-Player. Nachdem Carly Fiorina, die den Deal mit Jobs ursprünglich eingefädelt hatte, von HP gegangen worden war, zeichnete sich Anfang 2005 die unsichere Zukunft mehr und mehr ab. HP bekannte sich vorerst fest zur Partnerschaft mit Apple und versah vor kaum zwei Monaten erst iPod mini (und shuffle) mit dem eigenen Logo. Knapp unter 500.000 Stück wanderten im vergangenen Quartal über den Tresen und dies lag (und übertraf) damit weiterhin HPs angebliche Verkaufserwartungen. Dennoch wurde gestern schließlich das Ende des iPod+hp und der damit verbundenen Partnerschaft bekanntgegeben. "HP has decided that reselling iPods does not fit within the company's current digital entertainment strategy," sagte eine Apple Sprecherin gegenüber AP. "As a result, HP plans to stop reselling iPods by the end of this September." "One Hewlett insider, who declined to be named given the company's decision to limit its public comments on the move, said that it was difficult for the company to earn profits on its iPod sales given the terms of the deal hammered out by Ms. Fiorina", so die NYT. Für Apple stellt sich die Trennung als entsprechend wenig schmerzlich da, zumal iTunes weiterhin auf HP-Rechnern vorinstalliert zu finden sein wird und vorerst keine Konkurrenz aus dieser Ecke zu erwarten ist: "However, according to HP's original agreement with Apple, it cannot sell another player that competes with the iPod until August 2006."

Posted by Leo at 15:23 | Permalink

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