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23.04.2009

Apples Quartalskonferenz: Der übliche Netbook-Zwiespalt, 37 Millionen iPhone OS-Geräte

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Gesamtumsatz: 8,16 Milliarden US-Dollar.

Man könnte meinen, Apples Telefonkonferenzen nach Bekanntgabe der Quartalszahlen bestünden rein aus Textbausteinen, die von der Führungsriege des Unternehmens wahlweise zusammengewürfelt werden. So zeigte sich das Gespann aus COO Tim Cook und CFO Peter Oppenheimer auch gestern Abend in altbekannter Form "sehr zufrieden" mit dem vorangegangenen Ergebnis und "excited" über kommende Produkte, die natürlich "fantastisch" ausfallen (aber zu denen selbstverständlich nichts gesagt werden kann). Ebenso will Apple weiterhin die "besten" (und eben nicht die größte Menge der) Computer der Welt bauen und sieht sich der Konkurrenz um Jahre voraus.

Entsprechend folgten auf die obligatorischen Fragen (Netbook?) die üblichen Antworten und Tim Cook ratterte erneut die Problempunkte üblicher Netbooks herunter (gequetschte Tastaturen, "grässliche" Software, schrottige Hardware und zu kleine Displays) und wieder wurde als Netbook-Alternative (für Web und E-Mail) auf iPhone und iPod touch verwiesen. Doch wie schon über die vergangenen Monate hält sich Apple unmissverständlich die Tür offen: «Wenn wir einen Weg finden, um ein innovatives Produkt zu entwickeln, das wirklich einen Beitrag leistet, dann werden wir das tun. Wir haben einige interessante Ideen für diesen Bereich», so Cook wörtlich, der damit beinahe haarklein seine eigene Aussage aus dem Januar 2009 wiederholt und zugleich unterstreicht, dass Apple sicher kein $300-Plastik-Netbook auf den Markt werfen wird.

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Die Mac-Stückzahlen aufgeteilt in Desktop-Macs und mobile Macs.

Die im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich geschrumpften Umsätze mit der Mac-Sparte (22% weniger bei den Desktops, 12% weniger bei den Portables - insgesamt 16% weniger Umsatz mit Macs im Vergleich zum Zeitraum Januar bis März 2008) erklärte Cook mit einer schlechten Nachfrage im Pro- und Edu-Sektor. So verschoben sich bei den erst zum Ende des Quartals im März aktualisierten Desktop-Macs die Verkäufe eher zum Mac mini und fielen beim Mac Pro schwächer aus. Bei den Notebooks verhielt es sich ähnlich, auch hier griff ein höherer Anteil der Käufer zum $999-Plastik-Modell, das Ende Januar aktualisiert worden war.

Das restliche Gespräch mit Analysten (nachzuhören bei Apple, nachzulesen bei Macworld.com) verlief in einem erwartungsgemäßen Rahmen - Steve Jobs soll plangemäß Ende Juni zurückkehren, Apple möchte das iPhone innerhalb eines Jahres nach China bringen und zum Palm Pre ließ sich Cook nichts entlocken.

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Der durchschnittlich für einen iPod gezahlte Preis stieg wieder leicht an.

Einzige konkrete Neuigkeiten: 35.000 Anwendungen verstreuen sich nun im App Store und 37 Millionen Geräte mit iPhone OS verkaufte Apple bis Ende März 2009. Das bedeutet z.B. im Umkehrschluss, dass im vergangenen Quartal rund 3,2 Millionen iPod touch verkauft wurden (unter den gut 11 Millionen iPods insgesamt).
Von den 3,8 Millionen verkauften iPhones stecken noch knapp 1,9 Millionen weltweit verstreut im Handelskanal - eine Zahl, die weitestgehend mit den zwei vorangegangenen Quartalen übereinstimmt.

Posted by Leo at 12:00 | Permalink

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verlinkt am 23.04.2009 18:49:56