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19.01.2009

Tarifvergleich: T-Mobile G1 und iPhone 3G

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Ab dem 2. Februar wird T-Mobile das G1 auch in Deutschland anbieten. Das T-Mobile G1 ist ebenso wie das iPhone auf ein stetes Onlinedasein ausgelegt, setzt Googles mobiles OS 'Android' ein und ist auf die Nutzung der verschiedenen Google-Dienste (Mail, Kalender, Kontakte, IM) zugeschnitten (Google-Account ist zwingende Voraussetzung). Das App Store-Pendant Android Market zur Installation und Aktualisierung weiterer Programme umfasst derzeit 700 Anwendungen (bislang war es nur möglich, kostenlose Applikationen anzubieten), ist aber immerhin nicht von willkürlichen App Store-Ausschlussrichtlinien reglementiert.

Mitte Dezember hatte ich die Gelegenheit, einige Stunden mit der für T-Mobile Deutschland angepassten Version des G1s zu spielen, welches einen positiven aber konfusen Eindruck hinterließ. Ebenso wie das iPhone zählt das G1 zu den seltenen Mobiltelefonen, die einen kapazitiven Touchscreen einsetzen und damit ideal für eine fingergesteuerte Bedienung sind. Zusätzlich verfügt es allerdings mit Knöpfen, Tastatur und Trackball über drei weitere Eingabewege, die in gewöhnungsbedürftiger Form zur Steuerung heranzuziehen sind und durch Androids UI-Wirrwarr nicht begünstigt werden. Doch rücken T-Mobile G1 (ebenso wie Palm Pre) die zwei momentan wohl gravierendsten (Software-)Limitierungen des iPhone OS deutlich ins Licht: Ein elegant integriertes Benachrichtigungssystem sowie Multitasking (und ja, natürlich auch Copy&Paste) sind sowohl bei Android wie Palms webOS gegeben und sollten Apple (hoffentlich) genug Anreiz geben, an diesen Stellen umgehend nachzubessern.
Insgesamt erscheint mir das G1 als eine der (wenigen) interessanten iPhone-Alternativen, zumindest bis zum unklaren Europastart des Palm Pre.
Doch krankt das T-Mobile G1 hierzulande am selben Problem wie seinerzeit das erste iPhone - es ist in den USA schon seit rund vier Monaten auf dem Markt und damit bereits ein Auslaufmodell.

Interessant bleibt der Tarifvergleich mit dem iPhone 3G, immerhin ist T-Mobile hierzulande der Exklusivanbieter beider Geräte. Ab dem 2. Februar bietet der Mobilfunkanbieter einen neuen 'Combi Flat'-Tarif an, der unter anderem auch für das G1 gilt.


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Die Combi Flat-Tarife (Affiliate-Link) enthalten (außer XS) ebenso wie die Complete-Tarife (außer S) sowohl WLAN-Flatrate sowie ein Datenpaket. Die Combi Flat XS enthält die bekannten 200 MB an Daten und jedes weitere Megabyte kostet 0,50 Euro. Die drei größeren Tarifen werden ebenso wie die Complete-Tarife ab einer gewissen Datenmenge gedrosselt: Combi S ab 300MB, Combi M und L ab 1GB. Zudem darf das Datenvolumen ausschließlich mit dem Telefon selbst verbraucht werden, nicht aber per USB-Stick oder ähnlichen Methoden an einem "verbundenen Computer". Damit ist der Tarif für heftige Datennutzer deutlich unattraktiver als die Complete-Tarife des iPhones, die sich auch per MultiSIM und USB-Stick ordentlich versurfen lassen und im Complete XL-Tarif wenigstens 5GB an Datenvolumen pro Monat umfassen.
Kleines Randdetail: Bei den Complete-Tarifen ist im Gegensatz zu den neuen Combi Flat-Angeboten "Instant Messaging" nicht "Gegenstand des Vertrages", allerdings unternahm T-Mobile bislang keine Schritte, um die Nutzung entsprechender Applikationen auf dem iPhone im Mobilfunknetz einzuschränken.
Im Gegensatz zu den Inklusivminuten und Inklusiv-SMS der Complete-Tarife weisen die Combi Flat-Angebote jeweils unterschiedlich gestaffelte Flatrates auf. So kann im Combi M für 60 Euro pro Monat z.B. rundum kostenlos ins deutsche Festnetz und zu T-Mobile telefoniert werden, auch der SMS-Versand ins T-Mobile-Netz ist inklusive, je nach persönlicher Nutzungsweise mag dies von Vorteil sein.

Insgesamt erscheinen mir die Combi Flat-Tarife wenig reizvoll, da sie weiterhin vorrangig auf das Telefonieren ausgelegt sind, während die Complete-Tarife zumindest seit Sommer 2008 den richtigen Weg in eine komplette Onlineabdeckung auch im Mobilfunknetz und gerade auch für weitere Geräte neben dem iPhone selbst geben. Als G1-Käufer würde ich jedenfalls deprimiert in Richtung Complete XL schielen.

Posted by Leo at 18:07 | Permalink | Kommentare (19) | TrackBack (3)

Intels sparsamerer Core 2 Quad - pünktlich zur iMac-Aktualisierung?

Nach den neuen Core 2 Duo-Prozessoren Ende Dezember (die prompt im 17" MacBook Pro landeten), nahm Intel die seit November 2008 erwarteten sparsameren Quad-Core-Prozessoren ins offizielle Programm auf (PDF).
Neu sind darunter u.a. Core 2 Quad Q9550s mit 2,83GHz und 12MB L2-Cache sowie Core 2 Quad Q9400s mit 2,66 GHz und 6MB L2-Cache. Beide Prozessoren besitzen eine stark reduzierte Thermal Design Power von 65 Watt und geraten damit erstmals in eine Region, die ihren Einsatz im nächsten iMac überhaupt möglich machen könnte. Der schnellste Prozessor im noch aktuellen iMac dürfte allerdings bei einer TDP von 45 Watt liegen und somit bleibt weiterhin offen, ob (und wie) die erhöhte TDP in Hinblick auf die erforderliche Kühlung bewältigt wird. Ob mit Quad oder ohne, eine Aktualisierung von iMac (und Mac mini) mit Nvidia-Chipsatz ist im Verlauf der kommenden Wochen zu erwarten. (via heise)

Posted by Leo at 14:00 | Permalink | Kommentare (20) | TrackBack (0)

Joypad für iPhone und iPod touch - iControlPad in Aktion (Video)


Nach rund neun Monaten soll sich das iControlpad nun in der finalen Produktionsphase befinden, bevor es tatsächlich bestellt werden kann, wie ZodTTD schreibt. Obiges Video zeigt selbiges im Einsatz mit einer angepassten Version von quake4iphone. Das iControlPad bleibt zwangsweise auf Jailbreak und entsprechend angepasste Spiele angewiesen, unterstreicht aber eindrucksvoll das Potential eines solchen Accessoires - nur müsste Apple eine passable Grundlage für Dritthersteller mit offiziell abgesegneten Schnittstellen schaffen. (Danke, Simon!)

Posted by Leo at 13:44 | Permalink | Kommentare (5) | TrackBack (0)

Spielfilmangebot im deutschen iTunes Store vor dem Start? [Update]

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Ob zum Kaufen oder Mieten - Spielfilme tauchten im deutschen iTunes Store bisher nicht auf, obwohl diese bereits seit Mitte 2008 in iTunes provisorisch kindergesichert werden können und die letzten Gerüchte einen Start im (vergangenen) Herbst bzw. zum Weihnachtsgeschäft 2008 andeuteten.

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Offenbar gerät aber Bewegung in die zähe Angelegenheit, denn inzwischen zeigen sich erste (noch ungefüllte) Film-Genres im (deutschen) iTunes Store (den Film-Reiter selbst gibt es dahingegen bereits seit Ewigkeiten), ebenso wie eine 'Coming Soon'-Seite (iTunes-Link) und die zwei dazu passenden Reaktionen: OMG (iTunes-Link) und LOL (iTunes-Link).
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Ob der Start des Spielfilmangebots damit unmittelbar bevorsteht, oder etliche weitere Wochen in der Zukunft liegt, bleibt natürlich offen. (Danke, Olaf und Phillip!)
Update 16:30 Uhr:
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Ein Verweis auf (künftige) TV-Sendungen in HD (iTunes-Link) darf ebenfalls nicht fehlen. (via iFun.de)

Posted by Leo at 12:08 | Permalink | Kommentare (26) | TrackBack (1)

Aufpreis für Solid-State-Drive: Apple vs. Dell

Im Laufe des noch frischen Jahres werden sich die Kosten für ein Solid-State-Drive von haarsträubend zu nur noch sträubend entwickeln: So halbierte Dell jüngst den Aufpreis für eine SSD in zwei XPS-Modellen und tauscht die Standard-Festplatte (320GB, 5400rpm) für $200 gegen eine 128GB SSD oder nach der Zuzahlung von $400 gegen eine 256GB SSD. Apples SSD-Aufpreis liegt bislang weiterhin (Affiliate-Link) bei $500 (450 Euro) für 128GB bzw. $900 (810 Euro) für die 256GB SSD, die derzeit ausschließlich im 17" MacBook Pro angeboten wird. Ein absurder Preisunterschied (beide Unternehmen bieten wahrscheinlich die gleichen Samsung-SSDs an), der darauf hoffen lässt, dass auch Apple den Aufpreis für ein Solid-State-Drive bald anpassen wird. (via Hardmac)

Posted by Leo at 09:38 | Permalink | Kommentare (12) | TrackBack (0)