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30.07.2010

Erste Eindrücke von Magic Trackpad und Apples Batterieladegerät

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Der erste Akt nach dem nicht allzu spannungsgeladenen Entwenden des Magic Trackpads aus seiner kompakten Verpackung ist -zumindest auf Desktop-Macs oder bestimmten älteren mobilen Macs- das Herunterladen des Trackpad-Updates von Apples Download-Seite, da es bei diesen Modellen nicht in der Softwareaktualisierung auftaucht. Das Upate setzt Mac OS X 10.6.4 voraus und erfordert einen anschließenden Neustart.
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Ebenso wie die Alu-Tastatur und die Magic Mouse erfordert das Magic Trackpad zwei AA Batterien, die (bereits eingelegt) im Lieferumfang enthalten sind.
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Nach erfolgreicher Installation wurden die Systemeinstellungen um die von mobilen Macs bekannten Trackpad-Einstellungen ergänzt, über die sich ein neues Bluetooth-Trackpad auch direkt hinzufügen lässt - wird das Magic Trackpad dabei in gewohnter Form angeschaltet, sollten Mac und Trackpad sich unmittelbar finden und das Pairing vollenden (sollte sich das Trackpad nicht zeigen obwohl es angeschaltet wurde, hilft meist ein Klick desselbigen).
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Das Magic Trackpad verhält sich exakt wie das Multitouch-Trackpad der aktuellen MacBook Pro-Reihe und weist auch keinerlei neue Gesten auf - die einzige (mit dem Trackpad-Update) hinzugetretene Möglichkeit besteht darin, Dateien per Drei-Finger-Geste zu bewegen, dann kann diese aber nicht mehr genutzt werden, um sich in Safari rück- und vorwärts zu bewegen oder zum Beispiel in iPhoto durch Fotos zu wischen.
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Selbst der Druckpunkt für das mechanische Klicken verschlechtert sich wie auf den mobilen Macs nach oben hin, da die "Taste" in den zwei vorderen Standfüßen des Magic Trackpads verborgen ist. Entsprechend ist auch ein fester Untergrund Voraussetzung, auf der Couch, einer Decke, der eigenen Hose etc. dürfte das mechanische Klicken unter Umständen schwierig ausfallen, dann hilft nur die softwareseitige Aktivierung des Tipp-Klicks. Auf dem Bein lässt sich das Trackpad zwar durchaus balancieren, als besonders vorteilhafte Fernsteuerung erscheint es aber nicht, ist der Magic Mouse bei derartigen außerschreibtischmäßigen Aktivitäten jedoch überlegen.

Wer sich mit dem Multitouch-Trackpad des MBP wohl fühlt, wird unmittelbar mit dem Magic Trackpad zurechtkommen und selbst rudimentäre Photoshop-Werkeleien sollten für Trackpad-Geübte kein großes Problem darstellen, für exaktes und länger andauerndes Arbeiten dürfte eine Maus aber weiterhin erheblich exakter und weniger fingerverknotend ausfallen. Softwareseitig leidet das Magic Trackpad unter demselben Problem wie das Multitouch-Trackpad: Viele Anwendungen unterstützen die "fortgeschrittenen" Gesten nicht oder anders als erwartet, was wiederum eine stete Umgewöhnung erfordert. In den nächsten Wochen dürfte eine Reihe der Dritt-Anwendungen, die z.B. auch die Magic Mouse erweitern, wohl ebenso das Magic Trackpad unterstützen und diesem weitere Gesten oder eine freiere Konfiguration ermöglichen - wie gut dies dann im Detail funktioniert, bleibt abzuwarten.
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Laut Apple ist das Magic Trackpad knapp 80% größer als das Multitouch-Trackpad des MacBook Pro und wirkt tatsächlich geräumig genug, um auch das 27" iMac-Display durchqueren zu können - die Cursorgeschwindigkeit erscheint mir allerdings nur in ihrer schnellsten Stufe als erträglich.
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Von Größe und Gestalt passt es unmittelbar zu Apples aktueller Alu-Tastatur und fügt sich (zumindest an das drahtlose Modell mit zwei Batterien) nahtlos an. Ein unmittelbares Nebeneinander führte allerdings zu einer Reihe ungewollter fokusverschiebender Klicks (da "Klick durch Tippen" bei mir aktiviert ist) und erwies sich damit als eher störend - dies dürfte aber hauptsächlich eine Frage der Konfiguration und der eigenen Handhektik sein, theoretisch lassen sich beide Geräte mit gewagten Klebekonstrukten sicher temporär fixieren, bei rechtsseitiger Positionierung ist dann allerdings der Zugriff auf die Batterien des Magic Trackpads und der An-/Aus-Knopf der Tastatur verdeckt.
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Nach meiner bislang nur extrem kurzen Nutzung erscheint das Magic Trackpad als nette aber nicht essentielle Ergänzung zu Alu-Tastatur und Maus. Wer allerdings häufig an seinem Desktop-Mac sitzend den Gesten des MacBook Pro-Trackpads nachseufzt, dürfte mit dem Magic Trackpad gut bedient werden.

Bei Interesse an den Innereien des Trackpads sei auf die obligatorische Zerlegegalerie von iFixit verwiesen und nein, das Magic Trackpad lässt sich weder mit iPhone (iOS 4.0.1) noch iPad (iOS 3.2.1) pairen - beide können das Bluetooth-Trackpad erst gar nicht sehen.

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Das Batterieladegerät glänzt vorrangig durch seine schlichte Ansehnlichkeit und passt in jede mit weißen Netzteilen längst vollgestopfte Steckdose und lädt bis zu zwei Batterien gleichzeitig.
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Apple legt dem Ladegerät sechs (aus Japan stammende und mit keinem Logo versehene) AA Ni-MH Batterien (1900 mAh) bei, für die das Unternehmen "eine besonders lange Lebensdauer von bis zu 10 Jahren" verspricht. Das Ladegerät soll auch andere Ni-MH-Batterien schlucken (sowie laden) können - in Ermangelung entsprechender Exemplare, konnte ich dies allerdings nicht ausprobieren. Ebenso bleibt noch offen, wie lange ein kompletter Ladezyklus jeweils dauert - die von Apple beigepackten Batterien scheinen jedenfalls nicht vorgeladen zu sein.
Das Ladegerät leuchtet beim Laden in MagSafe-Manier gelb und wird bei komplett aufgeladenen Akkus schließlich grün. So wie die MagSafe-Netzteile und die (alten) USB-Netzteile verträgt das Batterieladegerät die jeweils länderspezifischen Aufsätze und kann deshalb auch unterwegs eingesetzt werden, solange man den entsprechenden Aufsatz besitzt oder als Sammelpackung bei Apple bezogen hat (Affiliate-Link).
Disclosure: Beide Geräte wurden mir von Apple zum Testen bereitgestellt.

Posted by Leo at 13:58 | Permalink