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16.12.2010

Was weiterhin fehlt: Das Mehrbenutzer-iPad

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Das im Blog der Designberater Berg vorgestellte Konzept für eine iPad-Mehrbenutzer-Oberfläche bleibt zwar nicht mehr als ein karger wie diskutabler Entwurf, doch spült es die alte Frage nach oben, warum diese Funktionalität eigentlich immer noch fehlt. Auch wenn man iPhone und iPod touch ab und an aus der Hand geben mag, so bleibt ihre Auslegung auf eine Ein-Personennutzung meist adäquat. Das iPad schreit dahingegen nach einem häufigen Personalwechsel und dann wird die plötzliche volle Zugriffsmöglichkeit Dritter auf E-Mails, soziale Netzwerke, Bookmarks, Fotos und weitere Privatheiten umgehend befremdlich. Safari-Ersatzbrowser wie Switch (iTunes-Affilite-Link) setzen ein Mehrbenutzerkonzept zwar bereits im Kontext des Browsers um, doch eben nur dort. Zudem kämpft gerade Switch verschärft mit dem üblichen Dritt-Browser-Problem auf dem iPad: Der ärgerlich unterdimensionierte Arbeitsspeicher von 256MB führt zu ständigen Abstürzen bei intensiver Nutzung.
Vielleicht war der limitierte Arbeitsspeicher des iPads mit eine der Ursachen, die Apple von der Umsetzung einer Multi-User-Oberfläche für das iPad abhielt. Im zurückliegenden Januar gab es immerhin handfest erscheinende Gerüchte, laut denen Apple bei der iPad-Entwicklung stark mit derartigen Mehrbenutzerkonzepten experimentierte: Dies soll von virtuellen Klebezetteln, die ein Nutzer dem nächsten hinterlassen kann, bis hin zu einer Kamera gereicht haben, die einzelne Personen automatisch erkennt - zumindest letzteres wäre ein netter Nebeneffekt der vermutlich in der zweiten iPad-Generation steckenden FaceTime-Frontkamera. (via kottke)

Posted by Leo at 19:22 | Permalink