« Weißes iPad 2 bietet Tron-Leuchteffekte (Video) | Start | Apple verklagt Zulieferer Samsung wegen seiner Android-Geräte »

18.04.2011

Integrierte SSD im MacBook Air: Apples übliches Zuliefererroulette

toshiba_bladessd.jpg
Im aktuellen MacBook Air stecken nicht nur längliche SSD-Module von Toshiba, sondern inzwischen auch Exemplare eines weiteren Zulieferers: Schon seit Ende Januar 2011 wird beispielsweise im Macrumors-Forum von ersten MBA-Modellen mit einer "Apple SSD SMxxxC" (Version AXM09A1Q) berichtet, die zumindest eine höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit aufzuweisen scheint: Rund 260/210 MB/s statt der 210/180 MB/s, die die Toshiba gewöhnlich leistet. Das "SM" in der Typbezeichnung deutet auf Samsung hin, Anandtech tippt auf Samsungs 470er Serie.

Apple greift für verschiedene Komponenten wie Display-Panels oder Festplatten gerne auf diverse und wechselnde Zulieferer zurück - so kann es durchaus vorkommen, dass die Festplatte in einem MacBook Pro deutlich mehr brummt als in dem von Apples Angaben her identischen zweiten Modell. Unklar bleibt, ob sich der Lese-/Schreib-Geschwindigkeitsunterschied der zwei SSD-Modelle im alltäglichen Einsatz tatsächlich bemerkbar macht und welche anderen Vor- und Nachteile die jeweilige Toshiba- oder Samsung-SSD ansonsten aufweist. MacBook-Air-Käufer haben nur umständliche Wege, eine integrierte SSD ihrer Wahl auszusuchen: Es bleibt die Möglichkeit, bei einem Händler vor dem Kauf einen Blick in den System-Profiler zu werfen (unter Serial-Ata die SSD anwählen), oder Online-Bestellungen so oft zurückzuschicken, bis eventuell eines Tages die "richtige" Komponente zu finden ist - eine Prozedur mit wenig Praxistauglichkeit (und insbesondere kein Ratschlag).

Posted by Leo at 11:09 | Permalink